Flammkuchen im Holzkohle-Kugelgrill gebacken

Flammkuchen-Zungen aus dem Kugelgrill

 

Vor kurzem haben wir uns einen neuen Grill gekauft – einen Holzkohle-Kugelgrill von Rösle.  Im Sommer grillen wir unheimlich gerne, auch wenn wir nur zu zweit sind. Das Anschüren des Grills mit Hilfe eines Grillanzündkamins funktioniert prima, ein Gasgrill kommt uns nicht ins Haus. Leider spielt uns das Wetter dieses Jahr einen Streich, da es unter der Woche abends häufig regnet oder auch kalt ist, so haben wir den Grill noch nicht so oft verwendet. Wir wohnen in einer Wohnung im ersten Stock mit Balkon. Zu Hause gillen geht kaum … Aber: wir haben einen Schrebergarten – und dort halten wir uns im Sommer – normalerweise – täglich bis zum Sonnenuntergang auf. Im Schrebergarten haben wie keinen Ofen, nur zwei Herdplatten. Alles was in einem Ofen gegart wird, versuchen wir mit dem Grill zu garen – bis jetzt nur direkt und jetzt auch indirekt 🙂

Mit dem Grill haben wir gleich noch einen passenden Pizzastein gekauft. Den wollte ich gleich mal ausprobieren und habe überlegt, was uns den Einstieg ins Indirekte Grillen erleichtert …

Flammkuchen sollten es sein!!

Gut, zuerst mal den Grill anschüren. Bis jetzt haben wir immer mit Holzkohle gegrillt. Wir wussten, für indirektes Grillen benötigt man häufig Briketts, weil die die Hitze länger halten. Für Flammkuchen sollte die Hitze schon bei ca. 300 °C liegen.

Nach anfänglichem Misserfolg (Tipp: probiert es erst gar nicht mit Holzkohle!) haben wir uns Briketts von einem Gartennachbarn geliehen und schon schoss die Temperatur auf dem Thermometer am Deckel auf 300 °C. Jetzt nur noch 15 Minuten bei geschlossenem Deckel den Pizzastein auf den Rost legen und fertig ist der Grill.

Das war die Vorgeschichte, ich möchte euch mein Rezept für die Flammkuchen nicht vorenthalten. Warum ich mein Rezept „Flammkuchen-Zungen“ nenne? Weil ich den Teig mit meiner Nudelmaschine ausgerollt habe. Das funktioniert super. Die Idee kam mir letzthin, als ich die Lasagne mit selbst hergestellten Nudelplatten gemacht habe.

Flammkuchenteig – Zutaten und die Zubereitung im Thermomix

Flammkuchenteig
20 g Hefe
150 ml Buttermilch

– 3 Minuten, 37 °C, Stufe 1
– 5 Minuten ruhen lassen

200 g Weizen-Mehl T1050
200 g Dinkelvollkornmehl
Salz
4 El Olivenöl

– dazugeben und 2 Minuten Knetstufe einen Hefeteig herstellen, in eine Schüssel zum Gehen lassen umfüllen
– nach 30 Minuten den Teig noch einmal durchkneten, bzw. falten
– den Vorgang nach weiteren 30 Minuten wiederholen, so wird der Teig sehr geschmeidig, bzw. elastisch und zieht sich beim Ausrollen nicht mehr so schnell zusammen

– Teig in 12 Stücke portionieren und zu Kugeln formen
– mit Hilfe einer Nudelmaschine zu dünnen Teigzungen ausrollen
– die Zungen vor dem Belegen auf einem bemehlten Teigschieber platzieren und erst dann belegen

klassischer Belag
Sauerrahm
in dünne Streifen geschnittener Bacon
in dünne Streifen geschnittene Zwiebeln
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
wer mag etwas geriebenen Käse

– auf dem Pizzastein ca. 6 Minuten backen (auf unseren Pizzastein ist Platz für 4 halbe Teigzungen)

Eigentlich sollte die Menge für 4 Personen reichen …. wir haben die Flammkuchen zu zweit verputzt. Da immer nur 4 halbe Zungen auf dem Pizzastein platz haben, merkten wir gar nicht, wie viel wir gegessen haben. Die Flammkuchen sind uns richtig gut gelungen – Indirekt Grillen – CHECK!!

TIPP: Sollte doch Teig übrig bleiben, könnt ihr die ausgerollten Teigfladen mit Backpapier als Zwischenlage super übereinander stapeln und als Vorrat einfrieren.

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