Archiv für den Monat: Januar 2017

Abflussfrei

Abfluss frei

Vor ungefähr 8 Wochen wollte das Wasser von unserem Handwaschbecken einfach nicht mehr ablaufen – das passierte uns in den 12 Jahren, in denen wir in unserer Wohnung zu Hause sind schon ein paar mal. Sonst bekamen wir das Abflussrohr mit durchspülen (dafür gibt es extra lange Schläuche im Baumarkt) sofort wieder frei. Nicht aber das letzte Mal! Nach der „Aktion Durchspülen“ ging gar nichts mehr. Ich war ein klein wenig verzweifelt … muss jetzt ein Installateur her und uns den Abfluss zu reinigen? Chemische Abflussreiniger kommen nicht in Frage, das schadet dem Abfluss mehr als es uns nützt – ganz zu schweigen von der unnützen Umweltbelastung!

Im Internet bin ich irgendwann einmal auf eine ganz einfache Methode gestoßen, einen Abfluss zu reinigen – mit Zutaten, die eigentlich in jeden Haushaltsschrank gehören:

1 Beutel Natron in Pulverform (50 g)
25 g Essigessenz
1 Liter kochendes Wasser

Wir konnten ja nix verlieren, deshalb probierten wir es diesmal einfach aus.

Und so funktioniert’s:
Das Natron vorsichtig in den Abfluss schütten, danach den Essigessenz. Vorsicht, es gibt eine chemische Reaktion und fängt stark an zu schäumen. In der Zwischenzeit das Wasser zum Kochen bringen. Wenn sich die Reaktion im Waschbecken beruhigt hat (nach ca. 5-10 Minuten), das kochende Wasser langsam nachgießen.
Wenn der Abfluss sehr stark verstopft ist kann es sein, dass sich das Wasser noch kurze Zeit im Waschbecken sammelt. Nur Geduld, nach ein paar Minuten fließt es ab und der Abfluss ist wieder frei.

Wie gesagt haben wir das vor nun 8 Wochen getestet, der Abfluss ist immer noch frei. Genial, testet es selbst!!

Kartoffelsalat-mit-Avocado-600-270

Kartoffelsalat mit Avocado und Hähnchenspießen

Ich sehe mir sehr gerne die Sendung „Kochen mit Martina & Moritz“ an. Ja, ich weiß, es sind Wiederholungen aus vergangenen Jahren – trotzdem sehr inspirierend und meistens handelt es sich um sehr bodenständige  Rezepte.

Die Sendung über verschiedene Kartoffelsalate fand ich so genial, dass ich für Heilig Abend zu unserem Familienessen vorgeschlagen habe, ein Kartoffelsalat-Buffet auszurichten – mit den verschiedensten Beilagen. Das hat sowohl bei meiner Mutter, als auch meiner Schwester großen Anklang gefunden. So kam es, dass jede von uns zwei unterschiedliche Kartoffelsalate zu unserem weihnachtlichen Buffet beigesteuert hat.

Jetzt werdet ihr denken, was redet die denn noch von Weihnachten …. und ihr habt natürlich recht! Ich hatte alle Kartoffelsalate schön angerichtet auf einem Teller fotografiert und hatte mich schon gefreut, all die leckeren Rezepte hier zu posten.

Erschrocken musste ich nun feststellen, dass ich die Bilder gelöscht habe 🙁 – gelöscht!!! Welch ein Horror. Ich war untröstlich …

Das Gute daran ist, jeder Kartoffelsalat hat für sich wirklich so lecker geschmeckt, dass sie alle nach einer Wiederholung schreien. So werde ich nun nach und nach die Salate noch einmal nach kochen, fotografieren und hier posten. Anfangen möchte ich mit der für mich ungewöhnlichsten Variante mit Avocado. Ich liebe Avocado und was soll ich sagen, im Kartoffelsalat statt Öl schmeckt sie prima. Aufgrund der Limette und dem Ingwer erinnert der Geschmack an Asien. Ich überlegte, was gut als Beilage dazu passt und habe mich für Hähnchenspieße entschieden, die ich in Sojasoße mit Knoblauch mariniert habe und mit Kokosblütensirup karamellisierte.

Wirklich lecker, lest selbst …

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Schweizer-Bürli-Blume

Schweizer-Bürli-Blume

Im Winter stehen wir an den Wochenenden gerne erst später, das heißt nicht vor acht Uhr, auf. Da wir keinen Bäcker in unmittelbarer Nähe haben, backen wir gerne unsere Semmeln selbst. Auf der Suche nach einem Brötchen-Rezept, welches mich nicht schon zu „nachtschlafender“ Zeit auffordert aufzustehen, habe ich schon unzählige, vermeintlich schnell herzustellende, Rezepte ausprobiert.

Das Problem: Bei einem Brötchenteig handelt es sich in einem Großteil der Rezepte um Hefeteig oder Sauerteig. Jedenfalls um Teige, die für eine gewisse Zeit Ruhe zum Gehen benötigen. Das kommt meinem Schlafbedürfnis am Wochenende nicht sehr gelegen. Wenn die Zeit zum Gehen fehlt, sind die Brötchen nicht fluffig, der Teig ist relativ fest … So empfinden wir es jedenfalls.

Nun habe ich das ultimative Rezept für uns gefunden: Schweizer Bürli. Das Geheimnis hier ist, dass der Teig am Abend hergestellt wird und über Nacht im Kühlschrank Zeit zum Gehen bekommt. Falls ihr euch nun fragt, ob das im Kühlschrank funktioniert, kann ich euch versichern: Es funktioniert, probiert es aus. Hefe geht auch bei niedrigen Temperaturen und erledigt ihre Arbeit, sie braucht dann eben nur ein wenig länger Zeit. Die bekommt sie von mir – mindestens 8 Stunden. Meistens bereite ich den Teig zwischen 21 Uhr und 22 Uhr zu und stehe am nächsten Morgen um viertel neun auf. Die Brötchen sind dann pünktlich um neun Uhr zum Frühstück fertig. Toll an den Brötchen ist auch, dass sie sich am zweiten Tag noch einmal prima aufbacken lassen. Sie werden dann außen besonders knusprig und bleiben innen fluffig.

Was noch toll ist, ihr könnt im Rezept das Mehl durch fast alle Mehlsorten, die ihr mögt, austauschen. Ein Rezept wird aus 500 g Mehl hergestellt. Daraus könnt ihr dann 12 Brötchen mit jeweils 75 g herstellen. Welches Mehl ihr verwendet, bleibt euch überlassen. Das Originalrezept verwendet Roggenvollkornmehl, Dinkelvollkornmehl und Dinkelmehl. Seht euch gerne die Bilder in meiner Fotostrecke an, die überzeugen euch bestimmt. Ich habe diesmal nur das halbe Rezept zubereitet.

Wer glücklicher Besitzer einer guten Küchenmaschine ist, für den ist die Teigherstellung übrigens wirklich ein Kinderspiel und in maximal 5 Minuten erledigt, lest selbst …

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