Schweizer-Bürli-Blume

Schweizer-Bürli-Blume

Im Winter stehen wir an den Wochenenden gerne erst später, das heißt nicht vor acht Uhr, auf. Da wir keinen Bäcker in unmittelbarer Nähe haben, backen wir gerne unsere Semmeln selbst. Auf der Suche nach einem Brötchen-Rezept, welches mich nicht schon zu „nachtschlafender“ Zeit auffordert aufzustehen, habe ich schon unzählige, vermeintlich schnell herzustellende, Rezepte ausprobiert.

Das Problem: Bei einem Brötchenteig handelt es sich in einem Großteil der Rezepte um Hefeteig oder Sauerteig. Jedenfalls um Teige, die für eine gewisse Zeit Ruhe zum Gehen benötigen. Das kommt meinem Schlafbedürfnis am Wochenende nicht sehr gelegen. Wenn die Zeit zum Gehen fehlt, sind die Brötchen nicht fluffig, der Teig ist relativ fest … So empfinden wir es jedenfalls.

Nun habe ich das ultimative Rezept für uns gefunden: Schweizer Bürli. Das Geheimnis hier ist, dass der Teig am Abend hergestellt wird und über Nacht im Kühlschrank Zeit zum Gehen bekommt. Falls ihr euch nun fragt, ob das im Kühlschrank funktioniert, kann ich euch versichern: Es funktioniert, probiert es aus. Hefe geht auch bei niedrigen Temperaturen und erledigt ihre Arbeit, sie braucht dann eben nur ein wenig länger Zeit. Die bekommt sie von mir – mindestens 8 Stunden. Meistens bereite ich den Teig zwischen 21 Uhr und 22 Uhr zu und stehe am nächsten Morgen um viertel neun auf. Die Brötchen sind dann pünktlich um neun Uhr zum Frühstück fertig. Toll an den Brötchen ist auch, dass sie sich am zweiten Tag noch einmal prima aufbacken lassen. Sie werden dann außen besonders knusprig und bleiben innen fluffig.

Was noch toll ist, ihr könnt im Rezept das Mehl durch fast alle Mehlsorten, die ihr mögt, austauschen. Ein Rezept wird aus 500 g Mehl hergestellt. Daraus könnt ihr dann 12 Brötchen mit jeweils 75 g herstellen. Welches Mehl ihr verwendet, bleibt euch überlassen. Das Originalrezept verwendet Roggenvollkornmehl, Dinkelvollkornmehl und Dinkelmehl. Seht euch gerne die Bilder in meiner Fotostrecke an, die überzeugen euch bestimmt. Ich habe diesmal nur das halbe Rezept zubereitet.

Wer glücklicher Besitzer einer guten Küchenmaschine ist, für den ist die Teigherstellung übrigens wirklich ein Kinderspiel und in maximal 5 Minuten erledigt, lest selbst …

Zutaten für 12 Brötchen à 75 g

500 g Mehlmischung*
½ Würfel Frischhefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe)
340 ml Wasser (lauwarm)
2 gestrichene TL oder 11 g gutes Salz

*Mehlmischung z.B.
200 g Roggenvollkornmehl
200 g Dinkelmehl Typ 630
100 g Dinkelvollkornmehl

oder

300 g Emmervollkornmehl
200 g Dinkelvollkornmehl

oder

300 g Dinkelvollkornmehl
200 g Weizenmehl Typ 1050

Zubereitung ohne Küchenmaschine

Löst die Hefe in handwarmem Wasser auf.
Dann die gewählten Mehlsorten in eine Schüssel einwiegen und zusammen mit dem Salz vermischen.
Gebt dann die aufgelöste Hefe-Wassermischung zum Mehl und verknetet alles zu einem homogenen Hefeteig, eventuell braucht ihr etwas mehr Mehl oder Flüssigkeit, je nachdem welches Mehl ihr verwendet (Vollkornmehl benötigt etwas mehr Flüssigkeit als Auszugsmehl).
Deckt die Teigschüssel ab und stellt die Schüssel über Nacht in den Kühlschrank. Wählt die Schüssel so groß, dass sich der Teig ungefähr verdoppeln kann.
Am nächsten Tag bereitet dann die Bürli zu:
Nehmt den Teig aus dem Kühlschrank und siebt etwas Mehl darüber (Bild 2). Portioniert den Teig mit einem Löffel (Bild 3) und stecht Nocken ab. Wichtig: Der Teig darf nicht mehr geknetet werden!  Gebt die Nocken direkt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben

Das Backblech könnt ihr nun auf die mittlere Schiene in den noch kalten Ofen stecken. Ofen auf 200 °C Umluft oder 220 °C Ober-/Unterhitze anschalten und ca. 25-30 Minuten backen bis sie gebräunt und kross sind.(Wenn ihr den Ofen vorheizt werden die Brötchen nicht ganz so groß, die Backzeit ist dann ca. 15-20 Minuten)

Teig-Zubereitung im Thermomix

Gebt Wasser und Hefe in den Mixtopf und lasst die Hefe 2 Minuten bei 37 °C auf Stufe 1 auflösen. Dann wiegt die restlichen Zutaten mit in den Mixtopf und stellt einen Hefeteig her: 2 Minuten Knetstufe. Die restliche Zubereitung ist dann wie oben beschrieben.

Bei den Bildern in der Galerie handelt es sich um die halbe Teigmenge.

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