Archiv der Kategorie: Kräuter

Apfelschalentee

Werft ihr, falls ihr Äpfel schält, die Schale einfach in den Bio-Müll oder auf den Komposthaufen? Künftig solltet ihr euch das überlegen, denn unter der Schale stecken die meisten Vitamine.

Trocknet die Schalen doch einfach wie folgt, damit ihr euch einen leckeren Tee daraus zubereiten könnt:

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Holunderblüten-Shrup

Heute war ich mit meinen Kräutermädels bei Weißenohe unterwegs auf einer Kräuterexkursion Richtung Lillach-Quelle. Das Wetter hat gut mitgespielt. Wir sind um 13 Uhr in Weißenohe losgelaufen und haben unterwegs das ein oder andere Blümchen oder Kräutlein näher bewundert und bestimmt. Exkursionen dieser Art, machen wir zwei- bis dreimal im Jahr. Wir sind mit Bestimmungsbuch unterwegs und überlegen uns, was man aus dem ein oder anderen essbaren Kräutlein besonderes zaubern könnte. Schwerpunkt sind Heilkräuter, essbare Wildkräuter und deren kulinarischer Einsatz sind aber zunehmend Thema bei unseren Exkursionen.

Es war wirklich ein fast schon traumhaftes Wanderwetter. Warm aber nicht zu heiß, die Sonne hat sich hinter dicken Wolken versteckt somit benötigte keine von uns eine Kopfbedeckung. Warm wurde es uns höchstens, wenn der Weg steil anstieg – mit einem Wort: perfekt.

Auf unserem Weg kamen wir an sehr vielen, noch reichlich mit fetten Blütendolden bestückten Holunderbüschen vorbei. Ich habe dieses Jahr bis jetzt noch keine Holunderblüten gesammelt, denn das Wetter war (zumindest dann, wenn ich Zeit hatte) nicht ideal zum sammeln. Heute war der richtige Zeitpunkt. Die letzten beiden Tage hat es nicht geregnet, die Blüten sind schön ausgebildet. Manche Sträucher waren schon am verblühen. Mir wurde bewusst, dass ich nicht mehr länger auf eine passende Gelegenheit zum Ernten warten durfte. Das Herz jeder Kräuterinteressierten schlägt beim Anblick der üppig bestückten Holunderbüsche mindestens doppelt so schnell wie normal.

Wenn wir unsere Kräuterexkursionen machen, sind wir immer mit Papiertüte, Schere, Handschuhen und Bestimmungsbuch unterwegs. Es versteht sich von selbst, dass jede nur so viel erntet, wie sie selbst verbrauchen kann. Wie gesagt, heute stand Holunder auf dem Programm und es kam die Frage auf, was sich daraus zaubern lässt, als nur Holunderblüten-Sirup oder Blüten in Bierteig ausgebacken. Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte das Gaumenerlebnis nicht schmälern. Holunderblüten in Bierteig ausgebacken mit einem Hauch Puderzucker drüber und einer Kugel Vanilleeis … leeeecker!!! Aber eben nix besonderes mehr. In nahezu jeder Zeitschrift kann man nachlesen, wie man das zubereitet.

Shrup ist das Zauberwort. Shrup ist ein Sirup, der statt mit Wasser mit Essig angesetzt wird. Klingt vielleicht befremdlich, schmeckt aber wirklich sehr lecker und, wie ich finde, aufgrund des hohen Säuregehalts noch viel intensiver dabei aber weniger süß als Sirup. Verwenden kann man Shrup eigentlich genau wie Sirup – beispielsweise in Mineralwasser oder als Hugo mit Prosecco.

Probiert es doch einfach mal aus. Ich werde meinen Post aktualisieren, sobald der Shrup fertig ist – also in 8 Tagen. Heute habe ich ihn erst einmal angesetzt wie folgt:

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Salat mit Wildkräutern und Blüten

Salat mit Wildkräutern und Frühlingsblüten

Im Frühjahr und Frühsommer, wenn die Kräuter spriesen, freue ich mich, beim Spazierengehen am Wochenende Wildkräuter für unseren Salat zu sammeln. Jetzt sind sie am zartesten. Ihr Aroma macht süchtig. Einmal grünen Salat mit Wildkräutern aufgepeppt gegessen, schmeckt jeder „normal“ angemachte Salat langweilig.

Letzes Wochenende – das Wetter läd im Moment ja nicht gerade zu Draußenaktivitäten ein – dachte ich mir, ich spare mir das Sammeln der Kräutlein … es geht auch ohne – ging es früher doch auf jeden Fall. Mit „früher“ meine ich die Zeit, bevor ich die Kräuter entdeckt habe. Der Salat schmeckte fad und ich machte mich auf, wenigstens ein paar Kräuter zu pflücken.

Wir wohnen nicht auf dem Land und kommen aus der Stadt. Ein naturnahes Leben ist weder mir, noch meinem Mann anerzogen worden. Für den ein oder anderen mag das Kochen mit Kräutern – und ich meine nicht Petersilie und die Kräutermischung „Kräuter der Provence“ – von klein auf selbstverständlich gewesen sein. Für uns mit nichten!

Aber: Wie schnell gewinnt man Gefallen am Sammeln und Verwenden der Kräuter. Wie interessant ist es, sich mit ihnen zu beschäftigen. Eigentlich braucht es kein anderes Hobby mehr, so vielfältig ist das Thema. Kräuter in der Küche zum einen – Kräuter als Krankheitsvorbeugung oder unterstützend zur Heilung bei vielerlei Krankheiten zum anderen.

Ich schweife ab. Eigentlich wollte ich nur erzählen, wie lecker man doch einen simplen grünen Salat aufpimpen kann.

Lest selbst und – probiert es auf jeden Fall einmal aus!

Eines möchte ich aber ans Herz legen:
Wer sich mit Wildkräutern überhaupt noch nicht beschäfigt hat, aber gerne beim nächsten Spaziergang für den eigenen Salat das eine oder andere Kräutlein sammeln möchte, dem rate ich, sich vorab fachkundig beraten zu lassen, am besten bei einer Wildkräuterführung. Nicht alles, was da draußen so wächst kann man essen. Es gibt durchaus giftige Pflänzchen, die man ohne geschultes Auge mit den essbaren verwechseln kann. Das ist bei Kräutern nicht anders als bei Pilzen ….

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Bärlauch-Pesto

Gestern war ich nun endlich Bärlauch ernten und hab mich gleich an die Herstellung eines Pestos gemacht.

Ich verwende sehr gerne Pistazien in meinen Pestos – Pinienkerne mag ich persönlich nicht so gern … aber das ist Geschmacksache. Probiert es gerne einmal aus und experimentiert auch mit anderen Nüssen.

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Zutaten für das Karottengrün-Pesto

Karottengrün-Pesto

Ich kaufe am liebsten Bundmöhren ein. Das Karottengrün lasse ich nicht im Laden zurück, sondern ich verwende es in meiner Kräuterküche. Ich muss natürlich nicht erwähnen, dass es sich ausschließlich um Gemüse in Bio-Qualität handelt, damit es nicht mit Pestiziden, Giftstoffen oder anderen schädlichen Stoffen belastet ist!

Eine Möglichkeit ist, das Grün in einem „Grünen Smoothie“ zu verwenden. Gerade im Frühjahr sind „Grüne Smoothies“ ideal, den Organismus wieder in Schwung zu bringen und zu entgiften.

Habt ihr auch schon mal ein Pesto aus Karottengrün probiert? Ich habe es ausprobiert, es schmeckt sogar leicht nach Möhren – die Mengenangaben in meinem Rezept reichen gerade mal für ein Glas mit 150 – 200 ml Inhalt. Ich liebe Pestos und mache deshalb immer nur kleine Mengen, so kann ich häufig variieren.

Wer eine größere Menge machen möchte, kann die Mengen ohne weiteres verdoppeln oder verdreifachen. Nach Verwendung des Pestos den Glasrand immer gut mit einem Küchentuch säubern und mit einer Schicht Olivenöl wieder in den Kühlschrank stellen. So hält das Pesto durchaus mehrere Wochen.

Kleine Kräuterkunde:
Das Karottengrün hat einen hohen Mineralstoffgehalt und ist zudem sehr vitaminreich. Das Grün hat in der Regel einen höheren Kalzium-, Eisen-, Magnesium-, Vitamin A-, C-, K-Gehalt als die Möhren! Auch Eiweiß ist in den Blättern mehr enthalten, als in der Wurzel. Es hat einen hohen Anteil an Chlorophyll und weiteren sekundären Pflanzenstoffen sowie einen hohen Gehalt an unlöslichen Ballaststoffen (diese werden nicht verdaut, sondern verlassen unverändert unseren Körper). Ballaststoffe nehmen Giftstoffe auf und helfen bei der Ausscheidung dieser oft unterschätzten Stoffe.

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