Gänseblümchen-Honig

Auf Facebook habe ich es euch schon angekündigt. Letztes Wochenende habe ich in unserem Garten zwei Hände voll Gänseblümchen gesammelt und daraus einen leckeren Gänseblümchen-Honig gekocht. Der Honig schmeckt sehr lecker und kann wie „normaler“ Honig verwendet werden. Je nachdem wie lange ihr den Honig einkocht, variiert seine Konsistenz von flüssig bis zähflüssig – ganz wie ihr es euch wünscht.

Probiert es selbst einmal aus:

Für 3 Gläser à 150 ml benötigt ihr:

2 Hände voll (ca. 58 g) Gänseblümchen
1 l Wasser
am nächsten Tag:
500 g Rohrohrzucker
Saft 1 Bio-Zitrone

 

außerdem
3 Schraubgläser mit 150 ml Inhalt

Zubereitung

Am ersten Tag musst du die Gänseblümchen mit 1 l Wasser kurz aufkochen. Lass den Sud mit den Gänseblümchen abkühlen und über Nacht (mind. 12 Std. max. 24 Std.) ziehen.
Am nächsten Tag musst du den Sud abseihen. Entweder nimmst du ein sehr feinmaschiges Sieb oder du filterst den Sud durch ein Baumwolltuch ab.
Von dem gewonnen Sud misst du dann 500 ml ab und schüttest ihn zurück in den Topf. Dann wiegst du 500 g Rohrohrzucker ab und entsaftest eine Bio-Zitrone. Beides gib mit in den Topf und bringe alles zum Kochen. Während diesem Kochvorgang solltest du öfter einmal umrühren, damit sich der Zucker auflöst. Wenn der Sud zu kochen beginnt, reduziere die Hitze, leg einen Deckel auf den Topf und lass den Sud vor sich hin köcheln, er sollte nicht überkochen. Die Einstellung des Herdes richtet sich sehr nach dem verwendeten Topf, je nachdem, wie gut er Wärme leitet und speichert, genügt weniger Hitze …. Lasse den Sud so lange köcheln, bis er sich mindestens auf die Hälfte reduziert hat. Das dauert ca. 2,5 Stunden. Wenn der Honig noch nicht zähflüssig genug ist, kannst du ihn noch weiter einkochen.
In der Zwischenzeit kannst du die Gläser sterilisieren.
Wenn der Honig fertig ist, musst du ihn nur noch in die Gläser abfüllen und noch heiß verschließen.
weißen Spargel im Ofen kochen

Spargel im Ofen kochen

Endlich gibt es wieder Spargel aus Franken. Ich liebe Spargel, deshalb schaffe ich kaum Rezepte auszuprobieren – ich nasche häufig schon gleich nach dem Kochen einige Stangen. Die ein oder andere Stange schafft es sogar nicht einmal in den Topf, bzw. die Auflaufform, sondern wird von mir schon während des Schälens roh verspeist.
Das ist der Grund, warum ich – selbst nur für mich alleine – Spargel gleich immer in größeren Mengen einkaufe.
Eine unaufwändige und gelingsichere Methode größere Mengen Spargel zu kochen ist im Ofen. Diese Methode Spargel zu kochen habe ich von meiner Mutter. Lieben Dank für den Tip Mama 🙂
Probiert es selbst einmal aus:

Für 1,5 kg Spargel benötigt ihr:

1,5 kg daumendicker weißer Spargel – geschält
ca. 1 TL Salz
ca. 1 TL Zucker
Saft 1/2 Zitrone

 

außerdem
eine ausreichend große Auflaufform mit Deckel

Zubereitung

vorweg

Spargel schälen. Die Spargelschalen könnt ihr separat auskochen und zum Beispiel zu Spargelcremesuppe weiterverarbeiten.

Spargel im Ofen kochen

  1. Lege den Spargel in eine große Auflaufform und bedecke ihn mit kaltem Wasser. Gib Salz, Zucker und Zitronensaft gleich mit dazu.
  2. Den Spargel kannst du in den kalten Ofen stellen. Je nah Höhe der Auflauf Form auf die mittlere oder die zweite Schiene von unten.
  3. Dann stellst du den Ofen ein: 225 °C
  4. Nach 20 Minuten solltest du nachsehen, ob das Wasser zu sieden begonnen hat. Eventuell musst du noch ein paar Minuten zugeben. Wenn das Wasser siedet, stelle die Zeitschaltuhr noch einmal 10 Minuten ein und schalte dann den Ofen aus.
  5. Den Spargel kannst du nun im ausgeschalteten Ofen herunterkühlen lassen und dann weiterverwenden.
Spargelsalat
  1. Der Spargel benötigt nur noch wenig Salz. Auch mit dem Zitronensaft oder Essig kannst du sparsam umgehen. Ich verwende am liebsten Zitronensaft oder einen milden Apfelessig für meinen Spargelsalat. Der Sud soll den Geschmack des Spargels unterstreichen und nicht übertönen! Du kannst den Spargelsalat schon vormittags zubereiten, wenn du ihn erst zum Abendessen servieren möchtest. Der Spargel sollte aber mindestens eine Stunde durchziegen.
  2. Kurz vor dem Servierengib noch etwas Salatöl über den Spargel. Ich verwende gerne Rapsöl, mag aber auch den nussigen Geschmack von kaltgepresstem Sonnenblumenkernöl.
  3. Falls du frischen Schnittlauch zur Hand hast, kannst du den Spargelsalat mit fein geschnittenen Spargelröllchen hübsch garnieren.
Bei daumendickem Spargel ist der Spargel nach dieser Zeit noch bissfest. Wer den Spargel weicher mag, schaltet den Ofen entsprechend später aus. Nach dem ausschalten des Ofens gart der Spargel nur noch geringfügig nach.

knuspriger Apfelkuchen

Habt ihr auch manchmal Äpfel übrig, die ihr nicht mehr essen möchtet, weil sie schon zu runzeln anfangen und weich werden? Mir geht es jedenfalls so. Dann freut sich die ganze Familie, denn es gibt Apfelkuchen. Heute möchte ich euch ein Rezept vorstellen, das mit relativ wenig Zucker auskommt. Je nach Apfelsorte könnt ihr die Zuckermenge eventuell sogar noch reduzieren. Ich hatte Gala-Äpfel zur Hand, die benötigen als Geschmacksunterstützung auf jeden Fall einen guten Schuss mehr Zitronensaft als beispielsweise Boskop-Äpfel.

Für eine Springform mit 24 cm Durchmesser benötigt ihr:

125 g Rohrohrzucker
1/4 getrocknete Vanillestange
etwas getrocknete Orangenschale
300 g Dinkelmehl T630
190 g Butter
1 Ei (Gr. L)

4 – 6 Äpfel
Zitronensaft (Menge hängt von der Apfelsorte ab)
Zimt nach Geschmack
1 Handvoll Walnüsse
6-7 Cantuccini

außerdem:
Mehl zum Ausrollen

Zubereitung:

Teig (im Thermomix zubereitet)
  1. Zucker, Orangenschale und Vanilleschote pulverisieren St. 8, 10-20 Sekunden.
  2. Mehl, Butter in Stückchen, Ei dazu geben und rasch zu einem glatten Teig verarbeiten, St. 3, 30 – 40 Sekunden. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen.
  3. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.
Füllung
  1. Die Äpfel schälen, entkernen und fein hobeln. Mit dem Zitronensaft, Zimt und den gehackten Walnüssen mischen.
  2. Cantuccini mahlen (sie sorgen dafür, dass der Boden nicht durchweicht).
  3. Etwa zwei Drittel des Teiges auf etwas Mehl ausrollen. Den Boden und Rand einer gefetteten Springform damit auskleiden.
Fertigstellen
  1. Cantuccinipulver auf dem Teig verteilen. Äpfel darauf schichten. Restlichen Teig ausrollen und die Äpfel damit bedecken, dabei die Ränder fest drücken.
  2. Im vorheizten Backofen bei 200 Grad 35-40 Minuten goldgelb backen.
  3. Nach dem Auskühlen kann der Kuchen entweder mit Puderzucker bestäubt oder mit einer Zuckerglasur bepinselt werden (aus meiner Sicht ist beides nicht notwendig).
Der Kuchen kommt mit relativ wenig Zucker aus und schmeckt sehr lecker, wenn du ihn noch lauwarm servierst und mit halbsteif geschlagener Vanillesahne dekorierst.
Der Teig lässt sich gut einfrieren, dann geht das Backen sehr schnell. Nimm den Teig aus dem Gefrierfach und fange dann bei Punkt 2 an zu arbeiten. Bis du die Äpfel, Nüsse und Cantuccini vorbereitet hast, hat der Teig wahrscheinlich schon die richtige Temperatur um ausgerollt zu werden.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken.

Schelle Sonntagsbrötchen mit Backpulver

Schnelle Sonntagsbrötchen

Hallo, lange habt ihr nichts von mir gehört … ich habe ein schwieriges Jahr hinter mir und bin im Moment mit meinem Job mehr als ausgelastet, sodass ich bis jetzt leider keine Zeit gefunden habe, wieder einmal einen Post zu schreiben …

Das soll sich jetzt wieder ändern, ich bin guter Dinge.

Beginnen möchte ich mit einem Rezept, welches ich unbedingt ausprobieren wollte, weil es schnell geht – „Schnelle Sonntagsbrötchen“. Gefunden habe ich das Rezept in der neuen „Mein Zaubertopf“. Bis jetzt habe ich nur ein Rezept gefunden, welches ich schnelle Brötchen nennen würde und die (zumindest am Zubereitungstag) schnell gehen und nach Brötchen schmecken … das sind die Schweizer Bürli.

Nun gut. In dem heutigen Rezept ist statt Hefe Backpulver als Triebmittel enthalten. Das ist auch der Grund, warum ich dem Rezept erst einmal skeptisch gegenüber stand. Ich probiere es einfach aus, dachte ich mir und habe gestern Abend schon mal alle trockenen Zutaten zusammen gemischt, damit es heute morgen wirklich möglichst schnell geht.

Was soll ich sagen, das Ergebnis hat weder mich, noch meinen Mann so richtig überzeugt. Vielleicht sollte man einen neuen Namen erfinden. Aus meiner Sicht ist der Backpulverteig eben nicht vergleichbar mit einem „normalen“ Brötchenteig mit Hefe als Backtriebmittel … Allerdings muss ich fairerweise anfügen: Auf alle Fälle besser als Aufbackbrötchen mit Inhaltsstoffen, die es einfach nicht braucht oder Brötchen aus einer Großbäckerei …!! Wenn ihr also mal keine Hefe zu Hause habt, sind die Brötchen schon zu empfehlen. Man darf aber nicht die Textur eines Sonntagsbrötchens erwarten!

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen oder Meinungen zu dem Thema schreibt. Bin ich alleine mit dieser Meinung?

Hier das Rezept – die Menge der Zutaten habe ich im Verhältnis reduziert, da ich nur ein Joghurt im 150 g Becher im Kühlschrank hatte, das Original-Rezept benötigt eigentlich 230 g Joghurt. Da wir aber nur zu zweit gefrühstückt haben, war das auch kein Problem.

Für 6 Brötchen benötigt ihr:

230 g Mehl (Original: Typ 550, ich habe Bio-Dinkelmehl Typ 630 verwendet)
150 g Joghurt (Original: griechischer Joghurt, ich habe Bio-Joghurt mit 3,5% Fett verwendet)
1,5 TL Backpulver
45 g Öl (Original: mildes Öl, ich habe kaltgepresstes Bio-Rapsöl verwendet)
1 gestrichener TL Salz

außerdem:
etwas Milch oder Sahne zum Bestreichen der Brötchen
Mohn oder Sesam zum Bestreuen der Brötchen

Zubereitung im Thermomix:
(das Teigkneten geht natürlich ebenso gut in jeder anderen Küchenmaschine oder mit der Hand – nur eben dann vielleicht nicht ganz so „schnell“)

1 – Zu Beginn den Backofen auf 200 – 220 °C aufheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

2 – Nun Mehl, Backpulver, Salz, Joghurt und Öl in den Mixtopf geben und ca.  2 Minuten, Knetstufe zu einem glatten Teig kneten lassen.

3 – Mohn und/oder Sesam in eine kleine Schüssel geben. Der Boden der Schüssel sollte bedeckt sein.

4 – Den Teig auf der Arbeitsfläche kurz glatt kneten, zur Rolle formen und 6 Teiglinge abstechen. Die Teiglinge in der holen Hand zu kleinen Kugeln formen, mit einem Apfelausstecher ein schönes Muster in den Brötchenteig stechen (ich habe aus Erfahrung mit Hefeteig den Apfelausstecher ein wenig zu tief eingedrückt) und die Oberseite mit Milch (oder Sahne) bepinseln. Die Teiglinge mit der Oberseite im Mohn oder Sesam wälzen und auf das Backblech legen.

5 – Im vorgeheizten Backofen ca. 15 – 20 Minuten backen. Sowohl die Temperatur als auch die Backdauer hängt von der Leistung eures Backofens ab.

Viel Spaß beim Nachbacken – und, wie gesagt, ich würde mich über eure Meinung sehr freuen.

Schelle Sonntagsbrötchen mit Backpulver
Schelle Sonntagsbrötchen mit Backpulver

 

Moehren-Cheese-Gugelhupf

Möhren-Cheese-Gugelhupf

Eigentlich esse  ich sehr gerne Rüblikuchen. Vor allem an Ostern. Was mich bei vielen Backrezepten mit Möhren jedoch richtig stört ist die Tatsache, dass viel zu viel Zucker verwendet wird. Möhren suggerieren (zumindest mir) irgendwie, dass es sich um ein gesundes Gebäck handelt … sieht man sich die Backzutaten-Liste genauer an, ist der Rüblikuchen von gesund so weit entfernt wie eine Schweinsbratwurst von vegetarisch.

In der letzten Mixx stand ein Rezept, welches mich zum Ausprobieren inspiriert hat. Es wurde ein Rüblikuchen mit einer Cheescake-Masse kombiniert – beides für sich gesehen schon lecker – in der Kombination sensationell dachte ich mir. Nur schade, dass auch in diesem Rezept für unseren Geschmack viel zu viel Zucker verwendet wird.

Wie auch bei einigen meiner anderen Backrezepte habe ich die vorgesehene Zuckermenge um ein Drittel reduziert. Der Kuchen schmeckt auch mit weniger Zucker wirklich lecker. Probiere es gerne selbst aus:

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