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Käsekuchen aus Schafquark und Ziegenfrischkäse mit Rhabarber und Haselnuss-Streuseln

Käsekuchen mit Schafquark, Haselnuss-Crumble und Rhabarber

Seit zwei Monaten sollen mein Mann und ich testweise auf Kuhmilch-Produkte verzichten … Das fällt uns beiden sehr schwer, da wir zum Beispiel sehr gerne Käse in allen Variationen und Geschmacksrichtungen essen. Ich muss zusätzlich auf meine heiß geliebte aufgeschäumte Milch verzichten – da habe ich noch keinen wirklich guten Ersatz gefunden – und, was mindestens genau so schlimm ist: auf Käsekuchen!!!
Bei Ebl gibt es Schafquark, mit dem habe ich nun versuchsweise einen Käsekuchen zu Muttertag gebacken, denn auch meine Mama sollte auf Kuhmilchprodukte verzichten …
Von essen&trinken habe ich mich zu folgendem Rezept inspirieren lassen.
Probiert es selbst einmal aus:

Für eine Backform mit 24 cm Durchmesser benötigst du folgende Zutaten:

Boden und Crumble:
80 g ganze Haselnusskerne
140 g Süßrahmbutter
240 g Dinkelmehl T630
1/2 Tl gemahlener Zimt
100 g Rohrohrzucker

Quarkmasse:
125 g weiche Butter
90 g Rohrohrzucker
2 Eier (Kl. M)
400 g Schafquark
100 g Ziegenfrischkäse
30 g Sahnepuddingpulver
2 El Zitronensaft
2 Stangen Rhabarber

außerdem
Springbackform mit 24 cm Durchmesser
Backpapier

Zubereitung (mit dem Thermomix):

1)
Heize den Backofen vor (ich habe die Kuchen bei Umluft 170 Grad gebacken) und lege die Backform mit Backpapier aus.
2)
Hacke die Haselnusskerne im Thermomix oder einem anderen Mixer (10 Sekunden, Stufe 6-7) und röste sie anschließend in einer Pfanne ohne Fett an. Du musst ein Auge auf den Haselnüssen in der Pfanne haben, denn sie verbrennen sehr schnell! Schütte sie auf einen Teller und lasse sie ein wenig abkühlen. Handwarm kannst du sie in den Mixtopf geben.
3)
Energiesparend kannst du die Butter für den Crumble in der noch heißen Pfanne auf der ausgeschaltenen Herdplatte zerlassen und ebenfalls in den Mixtopf geben. Wiege dann das Mehl und den Zucker dazu und auch den gemahlenen Zimt. Die Zutaten im Thermomix auf der Knetstufe 10 Sekunden zu Streuseln kneten, der Teig darf ruhig eine bröselige Konsistenz behalten. Fülle die Brösel in eine Schüssel um und spüle den Mixtopf.
4)
Mit Hilfe eines Löffels kannst du die Hälfte bis 2/3 des Crumble in die gewählte Backform drücken (zu Muttertag habe ich meine kleine Springform und zwei kleine Herz-Springformen verwendet, die Menge reicht, wie oben geschrieben, für eine runde Springform mit 24 cm Durchmessern). Backe den Boden Im heißen Ofen im unteren Ofendrittel 15 Minuten vor.
5)
Schäle nun den Rhabarber und schneide ihn in kleine Stücke.
6)
Nun kannst du die Quarkmasse herstellen. Gib dafür alle Zutaten in den Mixtopf und verquirle alles 20 Sekunden, Stufe 6-7 zu einer homogenen Masse. ((Anmerkung: Der Schafquark von Ebl (ich habe leider noch keinen Vergleich zu Produkten anderer Hersteller) hat eine flüssigere Konsistenz als Quark aus Kuhmilch, das muss dich nicht stören. Durch die Verwendung des Puddingpulvers wird die Quarkmasse mit dem Backen auf jeden Fall fest.)) Gib die Masse auf den vorgebackenen Boden und verteile anschließend die Rhabarberstückchen auf der Quarkmasse. Bestreue alles mit dem restlichen Teig und backe den Kuchen weitere 25-35 Minuten auf 170 °C – die Backzeit richtet sich nach der verwendeten Form*. Meine kleinen Herzförmchen habe ich bereits nach 25 Minuten aus dem Ofen genommen. Der Crumble darf ruhig ein wenig Farbe annehmen, das macht den Kuchen insgesamt ein wenig krosser. Durch den Crunch schmeckt der Kuchen noch ein wenig leckerer. Wenn du das nicht magst, solltest du den Kuchen spätestens die letzten 10 Minuten mit Alufolie abdecken. Lasse den Kuchen in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen.

Wenn du den Kuchen lauwarm anschneidest kann es passieren, dass die Quarkmasse in der Mitte des Kuchens noch ein wenig weich ist und deshalb die Form nicht hält. Lauwarm schmeckt der Kuchen jedoch mega lecker. Wenn du eine Fotoschönheit möchtest, solltest du den Kuchen besser erst anschneiden, wenn er richtig abgekühlt ist.
*Anmerkung: Herzchenform nur 25 Minuten backen, Springform mit  17 cm Durchmesser weitere 8-10 Minuten im Ofen …
weißen Spargel im Ofen kochen

Spargel im Ofen kochen

Endlich gibt es wieder Spargel aus Franken. Ich liebe Spargel, deshalb schaffe ich kaum Rezepte auszuprobieren – ich nasche häufig schon gleich nach dem Kochen einige Stangen. Die ein oder andere Stange schafft es sogar nicht einmal in den Topf, bzw. die Auflaufform, sondern wird von mir schon während des Schälens roh verspeist.
Das ist der Grund, warum ich – selbst nur für mich alleine – Spargel gleich immer in größeren Mengen einkaufe.
Eine unaufwändige und gelingsichere Methode größere Mengen Spargel zu kochen ist im Ofen. Diese Methode Spargel zu kochen habe ich von meiner Mutter. Lieben Dank für den Tip Mama 🙂
Probiert es selbst einmal aus:

Für 1,5 kg Spargel benötigt ihr:

1,5 kg daumendicker weißer Spargel – geschält
ca. 1 TL Salz
ca. 1 TL Zucker
Saft 1/2 Zitrone

 

außerdem
eine ausreichend große Auflaufform mit Deckel

Zubereitung

vorweg

Spargel schälen. Die Spargelschalen könnt ihr separat auskochen und zum Beispiel zu Spargelcremesuppe weiterverarbeiten.

Spargel im Ofen kochen

  1. Lege den Spargel in eine große Auflaufform und bedecke ihn mit kaltem Wasser. Gib Salz, Zucker und Zitronensaft gleich mit dazu.
  2. Den Spargel kannst du in den kalten Ofen stellen. Je nah Höhe der Auflauf Form auf die mittlere oder die zweite Schiene von unten.
  3. Dann stellst du den Ofen ein: 225 °C
  4. Nach 20 Minuten solltest du nachsehen, ob das Wasser zu sieden begonnen hat. Eventuell musst du noch ein paar Minuten zugeben. Wenn das Wasser siedet, stelle die Zeitschaltuhr noch einmal 10 Minuten ein und schalte dann den Ofen aus.
  5. Den Spargel kannst du nun im ausgeschalteten Ofen herunterkühlen lassen und dann weiterverwenden.
Spargelsalat
  1. Der Spargel benötigt nur noch wenig Salz. Auch mit dem Zitronensaft oder Essig kannst du sparsam umgehen. Ich verwende am liebsten Zitronensaft oder einen milden Apfelessig für meinen Spargelsalat. Der Sud soll den Geschmack des Spargels unterstreichen und nicht übertönen! Du kannst den Spargelsalat schon vormittags zubereiten, wenn du ihn erst zum Abendessen servieren möchtest. Der Spargel sollte aber mindestens eine Stunde durchziegen.
  2. Kurz vor dem Servierengib noch etwas Salatöl über den Spargel. Ich verwende gerne Rapsöl, mag aber auch den nussigen Geschmack von kaltgepresstem Sonnenblumenkernöl.
  3. Falls du frischen Schnittlauch zur Hand hast, kannst du den Spargelsalat mit fein geschnittenen Spargelröllchen hübsch garnieren.
Bei daumendickem Spargel ist der Spargel nach dieser Zeit noch bissfest. Wer den Spargel weicher mag, schaltet den Ofen entsprechend später aus. Nach dem ausschalten des Ofens gart der Spargel nur noch geringfügig nach.
Moehren-Cheese-Gugelhupf

Möhren-Cheese-Gugelhupf

Eigentlich esse  ich sehr gerne Rüblikuchen. Vor allem an Ostern. Was mich bei vielen Backrezepten mit Möhren jedoch richtig stört ist die Tatsache, dass viel zu viel Zucker verwendet wird. Möhren suggerieren (zumindest mir) irgendwie, dass es sich um ein gesundes Gebäck handelt … sieht man sich die Backzutaten-Liste genauer an, ist der Rüblikuchen von gesund so weit entfernt wie eine Schweinsbratwurst von vegetarisch.

In der letzten Mixx stand ein Rezept, welches mich zum Ausprobieren inspiriert hat. Es wurde ein Rüblikuchen mit einer Cheescake-Masse kombiniert – beides für sich gesehen schon lecker – in der Kombination sensationell dachte ich mir. Nur schade, dass auch in diesem Rezept für unseren Geschmack viel zu viel Zucker verwendet wird.

Wie auch bei einigen meiner anderen Backrezepte habe ich die vorgesehene Zuckermenge um ein Drittel reduziert. Der Kuchen schmeckt auch mit weniger Zucker wirklich lecker. Probiere es gerne selbst aus:

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Salat mit Wildkräutern und Blüten

Salat mit Wildkräutern und Frühlingsblüten

Im Frühjahr und Frühsommer, wenn die Kräuter spriesen, freue ich mich, beim Spazierengehen am Wochenende Wildkräuter für unseren Salat zu sammeln. Jetzt sind sie am zartesten. Ihr Aroma macht süchtig. Einmal grünen Salat mit Wildkräutern aufgepeppt gegessen, schmeckt jeder „normal“ angemachte Salat langweilig.

Letzes Wochenende – das Wetter läd im Moment ja nicht gerade zu Draußenaktivitäten ein – dachte ich mir, ich spare mir das Sammeln der Kräutlein … es geht auch ohne – ging es früher doch auf jeden Fall. Mit „früher“ meine ich die Zeit, bevor ich die Kräuter entdeckt habe. Der Salat schmeckte fad und ich machte mich auf, wenigstens ein paar Kräuter zu pflücken.

Wir wohnen nicht auf dem Land und kommen aus der Stadt. Ein naturnahes Leben ist weder mir, noch meinem Mann anerzogen worden. Für den ein oder anderen mag das Kochen mit Kräutern – und ich meine nicht Petersilie und die Kräutermischung „Kräuter der Provence“ – von klein auf selbstverständlich gewesen sein. Für uns mit nichten!

Aber: Wie schnell gewinnt man Gefallen am Sammeln und Verwenden der Kräuter. Wie interessant ist es, sich mit ihnen zu beschäftigen. Eigentlich braucht es kein anderes Hobby mehr, so vielfältig ist das Thema. Kräuter in der Küche zum einen – Kräuter als Krankheitsvorbeugung oder unterstützend zur Heilung bei vielerlei Krankheiten zum anderen.

Ich schweife ab. Eigentlich wollte ich nur erzählen, wie lecker man doch einen simplen grünen Salat aufpimpen kann.

Lest selbst und – probiert es auf jeden Fall einmal aus!

Eines möchte ich aber ans Herz legen:
Wer sich mit Wildkräutern überhaupt noch nicht beschäfigt hat, aber gerne beim nächsten Spaziergang für den eigenen Salat das eine oder andere Kräutlein sammeln möchte, dem rate ich, sich vorab fachkundig beraten zu lassen, am besten bei einer Wildkräuterführung. Nicht alles, was da draußen so wächst kann man essen. Es gibt durchaus giftige Pflänzchen, die man ohne geschultes Auge mit den essbaren verwechseln kann. Das ist bei Kräutern nicht anders als bei Pilzen ….

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Brennnessel und Löwenzahn

Frühjahrskräuter

Brennnessel und Löwenzahn – unterschätzt und neu entdeckt

Bei diesem Workshop lernen wir die beiden Wildkräuter Brennnessel und Löwenzahn für die Verwendung in der modernen Küche näher kennen.

Die Veranstaltung findet im Gemeinschaftsgarten des Östlichen Gartenbauverein  Zirndorf e. V. statt, anmelden können sich ausschließlich für Mitglieder und Angehörige.