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Apfel-Zwiebel-Spiralen

Ich habe den Eindruck, dieses Jahr überhäuft uns die Natur mit Früchten und Beeren. Die Äste hängen voll wie nie, die Früchte sind auch häufig viel größer als in den Jahren zuvor. Ich kann nur für uns in Mittelfranken sprechen, denn hier bin ich mit Familie und Freunden draußen unterwegs.

Die Apfelernte in unserem Garten war mehr als reichlich. Schon vor der Ernte sind viele Äpfel vom Baum gefallen und mussten verarbeitet werden – zu Apfelkuchen, Apfelstrudel, Apfelküchlein, Apfelkompott, Apfelmus …. ich könnte noch viele weitere Möglichkeiten aufzählen.

Ein Rezept hat mich besonders mitgenommen und das möchte ich euch heute vorstellen: Die Apfel-Zwiebel-Spiralen.

Das Rezept ist ein wenig aufwändiger, aber ihr werdet mir bestimmt recht geben – es lohnt sich!

Nun möchte ich euch nicht weiter auf die Folter spannen, fangen wir an zu backen ….


Ihr benötigt folgenden Zutaten:

für den Teig:

50 g Rotwein
100 g lauwarmes Wasser
1/2 Würfel Hefe
1 Prise Rohrohrzucker
150 g Dinkelmehl T1050
250 g Weizenvollkornmehl
200 g Roggenvollkornmehl
50 g Trockensauerteig
180 g lauwarmes Wasser
2 TL Salz

für die Füllung:

200-300 g Frischkäse, er sollte bereits Raumtemperatur haben (noch besser: 1-2 Stunden in einem Sieb bei Raumtemperatur abtropfen lassen – die Molke wird für das Rezept nicht benötigt)
100 g Schinkenspeck, in kleine Quadrate geschnitten
1 EL Schmalz (oder ein anderes Fett bzw. Öl)
3 rote Zwiebeln
1-2 Äpfel

außerdem
(1 oder 2) Backbleche mit Backpapier ausgelegt
Teigrolle
Pizzaschneider

Zubereitung (mit dem Thermomix):

1)
Vorbereitung:
Nimm den Frischkäse 1 Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank und lass ihn auf Raumtemperatur erwärmen, die Molke solltest du auf jeden Fall vor der Verwendung abgießen. Noch besser wird das Ergebnis, wenn du den Frischkäse in einem Sieb abtropfen lässt. Für die übrig gebliebene Molke gibt es in diesem Rezept leider keine Verwendung.
2)
Nun stellst du den Hefeteig her:
Gib den Rotwein, 100 g lauwarmes Wasser, die Hefe und eine Prise Rohrohrzucker in den Mixtopf und verrühre alles 3 Minuten bei 37 °C auf Stufe 1. Lasse dann das Hefewasser noch 2 Minuten bei ausgeschaltetem Topf gehen. In dieser Wartezeit mische die trockenen Zutaten für den Teig wie folgt: Stelle eine Schüssel auf den Mixtopf, schalte die Waage ein und wiege das Dinkelmehl, das Weizenvollkornmehl sowie das Roggenvollkornmehl sowie den Trockensauerteig in die Schüssel und vermische alles. Nach den 2 Minuten Wartezeit schütte die Mehlmischung zu dem Hefewasser in den Mixtopf und gib noch weitere 180 g lauwarmes Wasser und das Salz dazu.
Nun wird der Teig geknetet – 5 Minuten, Knetstufe. Nimm den Spatel ab und zu ein wenig zu Hilfe. Nach 3 Minuten kannst du während des Knetens eventuell noch 10 g lauwarmes Wasser durch die Deckelöffnung einrieseln lassen. Der Thermomix sollte so lange kneten, bis eine geschmeidige Teigkugel entsteht. Fülle den fertigen Teig in eine Schüssel um. Wenn du dein Eindruck hast, dass der Teig noch nicht geschmeidig genug ist, kannst du ihn in der Schüssel noch ein wenig durchkneten.
Lass den Teig bei Raumtemperatur mindestens 1 Stunde gehen. (TIPP*)
Nimm das Backblech aus dem Ofen, gib 1-2 EL Wasser drauf und belege es mit Backpapier. Das Wasser saugt das Backpapier gut an, so rutscht es auf dem Backblech nicht hin und her. Stelle eine Schale mit heißem Wasser auf den Ofenboden und heize den Ofen auf 220 °C vor.
3)
Nun stellst du die Füllung her:
Gib den klein geschnittenen Schinkenspeck mit Schmalz, Fett oder Öl in den Mixtopf und dünste ihn 3 Minuten, Stufe 1, Varoma an. Schäle in dieser Zeit die Zwiebeln und schneide sie in Viertel, maximal so groß, dass sie durch das Loch im Mixtopfdeckel passen. Gib sie nach den 3 Minuten mit in den Mixtopf und hacke alles 5 Sekunden, Stufe 5. Schiebe die Zwiebeln mit dem Spatel von der Mixtopfwand nach unten und dünste alles weitere 3 Minuten, Stufe 1, Varoma.
Schäle in dieser Zeit die Äpfel, befreie sie vom Kerngehäuse, schneide sie in Scheiben, dann in Streifen und anschließend in kleine Würfel (das sieht später einfach schön aus. Du kannst sie auch im Mixtopf zerkleinern. Mir gefällt es allerdings nicht, wenn sie so zerhächselt sind). Gib nun die klein geschnittenen Äpfel mit den Mixtopf und dünste sie zusammen mit den Zwiebeln noch 2 Minuten, 90 °C, Stufe 1, Linkslauf an. Lass die Masse im Topf ein wenig abkühlen.
4)
Fertigstellen der Spiralen:
Teile den Teig in zwei Hälften und verarbeite sie nach einander wie folgt:
Knete den Teig auf der gut bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durch und rolle ihn danach ca. 5 mm dick zu einem Rechteck aus. Bestreiche nun Die Hälfte des Rechtecks mit der Hälfte des Frischkäses und verteile dann die Hälfte der Schinken-Zwiebel-Apfel-Masse auf dem Frischkäse. Klappe nun die nicht bestrichene Hälfte über die Masse und drücke den Teig gut an. Schneide das gefüllte Quadrat In ca. 3-4 cm breite Streifen. Das geht sehr gut mit einem Pizzaschneider. Drehe jeden Streifen vorsichtig zu einer Spirale und lege sie vorsichtig auf das Backblech, sodass die Füllung nicht herausfällt.
5)
Backen:
Schiebe das Backblech auf die mittlere Schiene und backe die Spiralen ca. 20-25 Minuten. Eventuell musst du die Temperatur nach 15-20 Minuten auf 170 °C reduzieren. Das hängt aber individuell vom eigenen Ofen ab! Die Spiralen dürfen kross aber nicht zu dunkel gebacken werden.
Während der Backzeit kannst du mit der zweiten Teighälfte genauso verfahren. (TIPP**)
6)
Nimm das Backblech aus dem Ofen und lasse die Spiralen nun auskühlen.

Getränketipp:

Dazu passt Federweißer, Federroter oder Cidre. Wer keinen Alkohol dazu trinken möchte kann auch sehr gut einen naturtrüben Apfelsaft oder eine Apfelsaft-Schorle dazu trinken.                


TIPPS:

*
Du kannst den Teig auch am Vortag herstellen und ihn im Kühlschrank bis zur weiteren Verwendung (mindestens 8 Stunden, bzw. über Nacht) aufheben. Nimm die Schüssel mindestens 1 Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank und lasse ihn an einem warmen Ort stehen, damit er sich auf Raumtemperatur erwärmen und gehen kann.

**
Ich habe beide Portionen auf zwei Backblechen zusammen im Ofen auf Umluft gebacken, das Ergebnis war super.


Gefunden habe ich das Rezept in der Zeitschrift Einfach Hausgemacht Ausgabe Herbst 2017.
Tomatenrisotto mit Schmortomaten

Sommerliches Tomaten-Risotto

So lange es leckere, unter der fränkischen Sonne gereifte Tomaten gibt, möchte ich mich am liebsten nur von Tomaten ernähren. Es gibt unzählige Rezepte für Tomaten. In Zeitschriften, auf einschlägigen Seiten im Internet, auf Rezept-Blogs und auch als Themenkochbücher, die sich nur mit Tomaten in allen Verarbeitungs-Varianten beschäftigen. Der Fantasie sind bei diesem Nachtschattengewächs wahrlich keine Grenzen gesetzt …

Risotto ist eines meiner Lieblingsgerichte, unter anderem deshalb, weil sie so unkompliziert im Thermomix funktionieren.  Heute stelle ich euch eines meiner Lieblings-Sommer-Risottos vor.

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Hecht im Speckmantel

Der Lebensgefährte meiner Mutter ist Angler – gestern hat er einen Hecht gefangen (1,4 kg). Der Fisch ist eine Delikatesse und sollte am besten sofort zubereitet werden.

Du musst wissen: Ein fangfrischer Hecht hat sehr viele Schuppen, die erst einmal entfernt werden müssen. Am besten lässt du das bereits deinen Fischhändler erledigen.
Unseren gestern gefangenen Hecht hat meine Mutter noch am gleichen Abend geschuppt. Ich kann euch versichern, ich würde ihn bereits entschuppt kaufen, das heißt, bei mir wäre er frisch, aber nicht selbst gefangen … Das tut dem Geschmack auch sicherlich keinen Abbruch …
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Gebrannte Mandeln

Sommer heißt Kirchweih – Kirchweih verbinden wir (seit unsere Tochter aus dem Alter der Kinderfahrgeschäfte raus ist) immer mit Popcorn und Gebrannten Mandeln.

Wie schnell man sich den Geruch und Geschmack der Kirchweih ins eigene Heim holen kann? Selber machen ….

Popcorn und Gebrannte Mandeln sind so ziemlich das Einzige, was ich in der Mikrowelle herstelle … Ich habe es auch schon im Thermomix versucht. Da im Thermi der Zucker aber nicht karamellisiert und das Saubermachen des Mixtopfes aufgrund des aufgelösten Zuckers nicht ganz so schell geht, ist die Mikrowelle hier meine erste Wahl.

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Flammkuchen im Holzkohle-Kugelgrill gebacken

Flammkuchen-Zungen aus dem Kugelgrill

 

Vor kurzem haben wir uns einen neuen Grill gekauft – einen Holzkohle-Kugelgrill von Rösle.  Im Sommer grillen wir unheimlich gerne, auch wenn wir nur zu zweit sind. Das Anschüren des Grills mit Hilfe eines Grillanzündkamins funktioniert prima, ein Gasgrill kommt uns nicht ins Haus. Leider spielt uns das Wetter dieses Jahr einen Streich, da es unter der Woche abends häufig regnet oder auch kalt ist, so haben wir den Grill noch nicht so oft verwendet. Wir wohnen in einer Wohnung im ersten Stock mit Balkon. Zu Hause gillen geht kaum … Aber: wir haben einen Schrebergarten – und dort halten wir uns im Sommer – normalerweise – täglich bis zum Sonnenuntergang auf. Im Schrebergarten haben wie keinen Ofen, nur zwei Herdplatten. Alles was in einem Ofen gegart wird, versuchen wir mit dem Grill zu garen – bis jetzt nur direkt und jetzt auch indirekt 🙂

Mit dem Grill haben wir gleich noch einen passenden Pizzastein gekauft. Den wollte ich gleich mal ausprobieren und habe überlegt, was uns den Einstieg ins Indirekte Grillen erleichtert …

Flammkuchen sollten es sein!!

Gut, zuerst mal den Grill anschüren. Bis jetzt haben wir immer mit Holzkohle gegrillt. Wir wussten, für indirektes Grillen benötigt man häufig Briketts, weil die die Hitze länger halten. Für Flammkuchen sollte die Hitze schon bei ca. 300 °C liegen.

Nach anfänglichem Misserfolg (Tipp: probiert es erst gar nicht mit Holzkohle!) haben wir uns Briketts von einem Gartennachbarn geliehen und schon schoss die Temperatur auf dem Thermometer am Deckel auf 300 °C. Jetzt nur noch 15 Minuten bei geschlossenem Deckel den Pizzastein auf den Rost legen und fertig ist der Grill.

Das war die Vorgeschichte, ich möchte euch mein Rezept für die Flammkuchen nicht vorenthalten. Warum ich mein Rezept „Flammkuchen-Zungen“ nenne? Weil ich den Teig mit meiner Nudelmaschine ausgerollt habe. Das funktioniert super. Die Idee kam mir letzthin, als ich die Lasagne mit selbst hergestellten Nudelplatten gemacht habe.

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