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Nussecken

Hanf-Rauten

Vor kurzem war ich zum Kaffeetrinken wieder einmal bei meinem bevorzugten Erzeuger für Dinkelvollkornmehl: Biohof Lüdke. Man kann bei schönem Wetter sehr idyllisch draußen Kaffeetrinken. Und so schlage ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe … Kaffee trinken und mich wieder mit Mehl versorgen. Ewald Lüdke hat nicht nur Dinkelmehl im Angebot, ich auch Hanföl dort.
Zum Kaffee bestellte ich mir einen Hanfriegel. Der schmeckte sehr lecker – und jedoch sehr gehaltvoll. Das Rezept dahinter ist eine Abwandlung der an Weihnachten so beliebten Nussecken. Ich wollte sie unbedingt einmal selbst backen und nahm deshalb auch ein wenig ungeschälten Hanfsamen mit nach Hause.
Heute war es nun so weit, ich habe den Ofen angeschmissen und mich über das Backen des leckeren Gebäcks gemacht.
Weil das Rezept so gehaltvoll ist, habe ich kleine Rauten aus dem gebackenen Teig geschnitten. Falls du die Rauten nachbacken möchtest, kannst du sie auch in Riegelform oder in Quadrate schneiden – ganz so, wie es dir gefällt.

Für ein halbes Backblech benötigst du folgende Zutaten:

für den Teig:
150 g Dinkelvollkornmehl
1/2 TL Backpulver
65 g Rohrohrzucker
1 Ei Gr. L
65 g Butter

für den Belag:
Himbeermarmelade ohne Kerne
– du kannst aber auch zum Beispiel Aprikosenmarmelade verwenden

und:
100 g Butter
100 g Rohrohrzucker
2 EL Wasser
75 g (gemahlene) Nüsse (Haselnüsse oder Mandeln)
75 g Kokosflocken
50 g Hanfsamen (ungeschält)

außerdem
Backblech mit Backpapier ausgelegt

Zubereitung (mit dem Thermomix):

1)
Vorbereitungen
a) Lege dein Backblech mit Backpapier aus. Die Teigmenge reicht ungefähr für ein halbes Blech.
b) Heize den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor (Backblech nicht mit aufheizen).
c) Falls du – wie ich – nur ganze Nüsse zu Hause hast, werden diese jetzt im Thermomix gemahlen. Wiege die Nüsse in den Mixtopf und stelle 10 Sekunden, Stufe 5-6 ein – je nachdem wie grob oder fein du die Nüsse haben möchtest. Fülle die gemahlenen Nüsse nun in eine Schüssel um. Stelle die Schüssel auf den Thermomix und wiege anschließend die Kokosflocken und die Hanfsamen dazu.
Natürlich kannst du das Rezept auch ohne Thermomix herstellen. Die Zubereitung habe ich unten in kurzen Worten aufgeschrieben, aber Achtung: für die Zubereitung ohne Thermomix werden bereits gemahlene Nüsse verwendet. Lies in diesem Fall unten im Kasten weiter.
2)
Nun stellst du den Mürbteig her:
(Den Thermomix brauchst du für diesen Schritt nicht zu spülen). Wiege alle Teigzutaten in den Mixtopf ein und verarbeite sie zu einem Mürbeteig (20 Sekunden, Stufe 5). Rolle den Teig auf dem mit Backpapier belegten Backblech aus und stich ein paar mal mit einer Gabel in den Teig.
3)
Versteiche jetzt die Marmelade deiner Wahl auf dem Mürbeteig. Am besten funktioniert das mit einer Teigpalette.
4)
Stelle nun den Belag her. Spüle dazu den Mixtopf mit heißem Wasser kurz durch.
Wiege dann die Butter und den Zucker in den Mixtopf ein und gib noch 2 EL Wasser mit hinein. Nun musst du alles zusammen aufkochen – solange, bis der Zucker sich aufgelöst hat (5 Minuten, Varoma, Stufe 1-2). Anschließend die Nuss-Hanf-Mischung mit in den Mixtopf geben und alles zusammen noch einmal eine Minute bei gleicher Einstellung (1 Minute, Varoma, Stufe 1-2) weiterkochen. Die Masse solltest du kurz ein wenig abkühlen lassen.
Verstreiche sie nun auf der Marmeladenschicht. Auch das funktioniert mit der Palette ganz gut.
5)
Backen:
Jetzt schiebe das Backblech auf die mittlere Schiene deines Backofens und backe die Masse ca. 20 Minuten. Ganz nach Backeigenschaft deines Ofens kann das ein wenig kürzer oder länger sein. Die Oberfläche darf auf keinen Fall zu dunkel werden, sie soll nur karamellisieren.
6)
Nimm das Blech aus dem Ofen und schneide die Masse noch heiß in die gewünschte Form. Lasse die Hanf-Rauten nun auskühlen. Beim Probieren wirst du feststellen, dass die Hanfsamen den Rauten einen schönen Crunch geben.

Anleitung ohne Thermomix in Kürze:
Für den Mürbteig alle Teigzutaten zu einem Teig vermengen und auf dem Backblech ausrollen. Teig mit Marmelade bestreichen. Anschließend den Belag herstellen: Butter, Zucker und Wasser unter rühren aufkochen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Nuss-Mischung dazu geben und noch einmal kurz aufkochen. Vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen und auf der Marmelade verstreichen. Weiter wie oben ab Punkt 5 beschrieben.
Schweizer-Bürli-Blume

Schweizer-Bürli-Blume

Im Winter stehen wir an den Wochenenden gerne erst später, das heißt nicht vor acht Uhr, auf. Da wir keinen Bäcker in unmittelbarer Nähe haben, backen wir gerne unsere Semmeln selbst. Auf der Suche nach einem Brötchen-Rezept, welches mich nicht schon zu „nachtschlafender“ Zeit auffordert aufzustehen, habe ich schon unzählige, vermeintlich schnell herzustellende, Rezepte ausprobiert.

Das Problem: Bei einem Brötchenteig handelt es sich in einem Großteil der Rezepte um Hefeteig oder Sauerteig. Jedenfalls um Teige, die für eine gewisse Zeit Ruhe zum Gehen benötigen. Das kommt meinem Schlafbedürfnis am Wochenende nicht sehr gelegen. Wenn die Zeit zum Gehen fehlt, sind die Brötchen nicht fluffig, der Teig ist relativ fest … So empfinden wir es jedenfalls.

Nun habe ich das ultimative Rezept für uns gefunden: Schweizer Bürli. Das Geheimnis hier ist, dass der Teig am Abend hergestellt wird und über Nacht im Kühlschrank Zeit zum Gehen bekommt. Falls ihr euch nun fragt, ob das im Kühlschrank funktioniert, kann ich euch versichern: Es funktioniert, probiert es aus. Hefe geht auch bei niedrigen Temperaturen und erledigt ihre Arbeit, sie braucht dann eben nur ein wenig länger Zeit. Die bekommt sie von mir – mindestens 8 Stunden. Meistens bereite ich den Teig zwischen 21 Uhr und 22 Uhr zu und stehe am nächsten Morgen um viertel neun auf. Die Brötchen sind dann pünktlich um neun Uhr zum Frühstück fertig. Toll an den Brötchen ist auch, dass sie sich am zweiten Tag noch einmal prima aufbacken lassen. Sie werden dann außen besonders knusprig und bleiben innen fluffig.

Was noch toll ist, ihr könnt im Rezept das Mehl durch fast alle Mehlsorten, die ihr mögt, austauschen. Ein Rezept wird aus 500 g Mehl hergestellt. Daraus könnt ihr dann 12 Brötchen mit jeweils 75 g herstellen. Welches Mehl ihr verwendet, bleibt euch überlassen. Das Originalrezept verwendet Roggenvollkornmehl, Dinkelvollkornmehl und Dinkelmehl. Seht euch gerne die Bilder in meiner Fotostrecke an, die überzeugen euch bestimmt. Ich habe diesmal nur das halbe Rezept zubereitet.

Wer glücklicher Besitzer einer guten Küchenmaschine ist, für den ist die Teigherstellung übrigens wirklich ein Kinderspiel und in maximal 5 Minuten erledigt, lest selbst …

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Kuerbisgemuese

Kürbisgemüse – Franken meets Asien

Dieses Jahr habe ich Hokkaido-Kürbisse in unseren Garten gepflanzt. Vor einer Woche waren sie erntereif – 5 Stück in einer Größe für 3-4 Personen – perfekt für uns.

Heute ist es nicht ganz so warm, deshalb habe ich überlegt, für mein Kürbisgericht den Ofen anzuheizen. Nachmittags habe ich schon für meinen Adventskalender probegebacken, danach das Kürbisgemüse … das spart zumindest einmal Ofenaufheizen.

Warum ich mein Gemüse Franken meets Asien nenne? Weil der Kürbis und das restliche Gemüse aus meinem Garten oder aus Franken stammen, die Soße mit Kokosmilch, Ingwer und roter Thaicurry-Paste eindeutig in die asiatische Richtung gehen.

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Tomatenrisotto mit Schmortomaten

Sommerliches Tomaten-Risotto

So lange es leckere, unter der fränkischen Sonne gereifte Tomaten gibt, möchte ich mich am liebsten nur von Tomaten ernähren. Es gibt unzählige Rezepte für Tomaten. In Zeitschriften, auf einschlägigen Seiten im Internet, auf Rezept-Blogs und auch als Themenkochbücher, die sich nur mit Tomaten in allen Verarbeitungs-Varianten beschäftigen. Der Fantasie sind bei diesem Nachtschattengewächs wahrlich keine Grenzen gesetzt …

Risotto ist eines meiner Lieblingsgerichte, unter anderem deshalb, weil sie so unkompliziert im Thermomix funktionieren.  Heute stelle ich euch eines meiner Lieblings-Sommer-Risottos vor.

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Holunderblüten_shrup

Holunderblüten-Shrup

Heute war ich mit meinen Kräutermädels bei Weißenohe unterwegs auf einer Kräuterexkursion Richtung Lillach-Quelle. Das Wetter hat gut mitgespielt. Wir sind um 13 Uhr in Weißenohe losgelaufen und haben unterwegs das ein oder andere Blümchen oder Kräutlein näher bewundert und bestimmt. Exkursionen dieser Art, machen wir zwei- bis dreimal im Jahr. Wir sind mit Bestimmungsbuch unterwegs und überlegen uns, was man aus dem ein oder anderen essbaren Kräutlein besonderes zaubern könnte. Schwerpunkt sind Heilkräuter, essbare Wildkräuter und deren kulinarischer Einsatz sind aber zunehmend Thema bei unseren Exkursionen.

Es war wirklich ein fast schon traumhaftes Wanderwetter. Warm aber nicht zu heiß, die Sonne hat sich hinter dicken Wolken versteckt somit benötigte keine von uns eine Kopfbedeckung. Warm wurde es uns höchstens, wenn der Weg steil anstieg – mit einem Wort: perfekt.

Auf unserem Weg kamen wir an sehr vielen, noch reichlich mit fetten Blütendolden bestückten Holunderbüschen vorbei. Ich habe dieses Jahr bis jetzt noch keine Holunderblüten gesammelt, denn das Wetter war (zumindest dann, wenn ich Zeit hatte) nicht ideal zum sammeln. Heute war der richtige Zeitpunkt. Die letzten beiden Tage hat es nicht geregnet, die Blüten sind schön ausgebildet. Manche Sträucher waren schon am verblühen. Mir wurde bewusst, dass ich nicht mehr länger auf eine passende Gelegenheit zum Ernten warten durfte. Das Herz jeder Kräuterinteressierten schlägt beim Anblick der üppig bestückten Holunderbüsche mindestens doppelt so schnell wie normal.

Wenn wir unsere Kräuterexkursionen machen, sind wir immer mit Papiertüte, Schere, Handschuhen und Bestimmungsbuch unterwegs. Es versteht sich von selbst, dass jede nur so viel erntet, wie sie selbst verbrauchen kann. Wie gesagt, heute stand Holunder auf dem Programm und es kam die Frage auf, was sich daraus zaubern lässt, als nur Holunderblüten-Sirup oder Blüten in Bierteig ausgebacken. Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte das Gaumenerlebnis nicht schmälern. Holunderblüten in Bierteig ausgebacken mit einem Hauch Puderzucker drüber und einer Kugel Vanilleeis … leeeecker!!! Aber eben nix besonderes mehr. In nahezu jeder Zeitschrift kann man nachlesen, wie man das zubereitet.

Shrup ist das Zauberwort. Shrup ist ein Sirup, der statt mit Wasser mit Essig angesetzt wird. Klingt vielleicht befremdlich, schmeckt aber wirklich sehr lecker und, wie ich finde, aufgrund des hohen Säuregehalts noch viel intensiver dabei aber weniger süß als Sirup. Verwenden kann man Shrup eigentlich genau wie Sirup – beispielsweise in Mineralwasser oder als Hugo mit Prosecco.

Probiert es doch einfach mal aus. Ich werde meinen Post aktualisieren, sobald der Shrup fertig ist – also in 8 Tagen. Heute habe ich ihn erst einmal angesetzt wie folgt:

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