Archiv für den Tag: 27. März 2016

Spaghetti aglio olio

Spaghetti aglio olio ist unser Freitags-Lieblings-Nudelgericht. Freitags deshalb, weil wir am Samstag nicht ins Büro müssen … Ich bekomme häufig bestätigt, dass ich nach dem Genuss von meiner Variante Spaghetti aglio olio noch nie nach Knoblauch gerochen habe (oder nur gaaanz wenig, gewissermaßen ein Hauch von Knoblauchgeruch, keinesfalls penetrant und laut).

Der Trick – ich habe ihn vor Jahren von einem Inder in einem kleinen indischen Restaurant im Landkreis Fürth (leider gibt es dieses Restaurant schon lange nicht mehr) erfahren – ist folgender:
Das Olivenöl erhitzen und den gewürfelten!! nicht gequetschten und sehr frischen Knoblauch im heißen Öl schnell anrösten. Wenn der Knoblauch nicht mehr ganz frisch ist, muss auf jeden Fall der Trieb entfernt werden, das heißt, Knoblauch halbieren und den Trieb rausholen. Der Knoblauch darf im heißen Öl auf keinen Fall braun werden, sonst schmeckt er bitter! Das Timing ist das schwierigste an dieser Zubereitung, wenn man es ein paar mal versucht hat, klappt es ganz gut. Deshalb meine Empfehlung, alles griffbereit zu haben. Wenn man beim Kochen erst merkt, dass etwas fehlt, kommt man ins Schwitzen. Die Nudeln sind nämlich nicht nur lecker, sonder auch ratz fatz zubereitet.

Für 3 Personen koche ich 400 g Spaghetti in ausreichend gesalzenem Wasser al dente. Wenn auf der Packung 8 – 10 Minuten garen steht, koche ich die Spaghetti maximal 7 Minuten. Das Nudelwasser schmecke ich übrigens immer ab. Es darf für aglio olio wirklich salzig schmecken. Pro Liter nehme ich einen gut gehäuften Teelöffel Salz.

Während die Nudeln kochen schäle ich den Knoblauch und scheide ihn in möglichst kleine Würfel. Pro Person rechne ich 1/4 Knolle, das sind ca. 3 große Knoblauchzehen. Keine Angst, das klingt viel, schmeckt aber super lecker 🙂

Dann den Käse hobeln. Wir essen gerne Pecorino zu unseren Nudeln. Da wir sehr viel Käse essen, kaufe ich zusammen mit meiner Mutter immer gleich einen ganzen Laib bei „Fattoria La Vialla„.

Bereit stehen sollte dann noch Chilli, gemahlen oder in Flocken – je nachdem wie scharf ihr essen möchtet. Wir essen aglio olio gerne scharf.

Zum Servieren gehört der geriebene Käse. Mein Spezialtipp: wir träufeln auch immer mit Olivenöl verrührtes Pesto über die Nudeln.

Fertigstellung:

Nudeln abgießen und ca. 500 ml Kochwasser auffangen. Topf auswischen, ihr könnt im Nudelkochtopf weiterkochen – ist doch prima, man spart sich das Abspülen mehrerer Töpfe. Olivenöl in den Topf geben, der Topfboden sollte gut mit dem Öl bedeckt sein (ca. 3 mm). Knoblauch ins heiße Öl geben, kurz anrösten, notfalls den Topf von der Herdplatte ziehen, falls das Öl zu heiß ist und der Knoblauch zu schnell braun wird. Wenn der Knoblauch angeröstet ist, die Nudeln mit in den Topf geben. Den Chilli darüberstreuen (die Menge richtet sich nach dem Schärfegrad des Chilis). Um Öl zu sparen Kochwasser nach und nach mit zu den Nudeln geben. Ihr werdet nicht das ganze Nudelwasser brauchen, vielleicht nur die Hälfte, je nachdem, wie weit die Nudeln gekocht sind. Sie saugen das Nudelwasser sehr schnell noch auf – aber sicher ist sicher. Alles gut durchmischen.

Mit einer Fleischgabel und einem großen Löffel (z. B. vom Salatbesteck) die Spaghetti aufdrehen und auf vorgewärmten Tellern mit Käse und Pesto servieren. Im Frühling ist es häufig selbst gemachtes Bärlauch-Pesto.

Bärlauch-Pesto

Gestern war ich nun endlich Bärlauch ernten und hab mich gleich an die Herstellung eines Pestos gemacht.

Ich verwende sehr gerne Pistazien in meinen Pestos – Pinienkerne mag ich persönlich nicht so gern … aber das ist Geschmacksache. Probiert es gerne einmal aus und experimentiert auch mit anderen Nüssen.

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Dusch-Smoothie Happy Mind

Dusch-Smoothie

Eigentlich habe ich angefangen auf meinem Blog über Rezepte zum Kochen und Backen zu schreiben. Es handelt sich überwiegend um gesunde und schmackhafte Rezepte. Wenn ich genauer darüber nachdenke, sind es aber eher Rezepte zum „selber machen“ … Und da gehört folgendes Rezept unbedingt dazu …

Kosmetik selber machen war in den 80er Jahren schon aktuell – zu Zeiten der Hobbythek. Kennt ihr die noch? Kennt ihr IHN noch – Jean Pütz? Allein die Zutaten waren damals weitaus schwieriger zu besorgen als heute. War ein Geschäft namens „Spinnrad“ in der Nähe, hatte man wenig Probleme, all die guten Ideen von Herrn Pütz in die Tat umzusetzen. Heute – bei dem sehr großen Angebot im Internet – müsst ihr sehr gut aufpassen, wo ihr eure Zutaten einkauft! Das Glycerin zum Beispiel besorgt ihr am besten in einer Apotheke. Ich möchte keine Werbung für irgendwelche Internetseiten machen (zumindest noch nicht), habe am Ende des Beitrags aber trotzdem Bezugsquellen genannt, um euch das Nachmachen zu erleichtern. Allerdings sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt, dass ich keinerlei Gewähr für die Qualität des Händlers oder dessen Produkte übernehme! Ich habe mit den genannten Bezugsquellen ausschließlich positive Erfahrungen gemacht.

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