Archiv für den Monat: Juni 2016

Lasagne al forno

Für heute war wieder einmal Regenwetter angesagt – viel Zeit zu kochen. Lasagne ist ein Lieblingsgericht von uns. Weil die Zubereitung aber relativ aufwändig ist, steht dieses Gericht nicht ganz so häufig auf unserem Speiseplan.

Bis jetzt habe ich die Bolognesesauce immer herkömmlich im Topf gekocht … heute wollte ich dafür den Thermomix verwenden. Was soll ich sagen: hat super funktioniert!

Um das ganze noch zu toppen habe ich auch den Nudelteig für die Lasagneplatten selbst hergestellt – mit Kurkuma – um die Farbe des Teigs ein wenig aufzupimpen.

Jetzt stellte sich die Frage: Nudelteig vorkochen oder roh verwenden. Hier scheiden sich die Geister! Ich entschloss mich, den Nudelteig nicht vorzukochen. Funktioniert prima. Die Bolognese benötigt nur eine gewisse Mehrmenge an Flüssigkeit, damit der Nudelteig beim Backen im Ofen gar wird, ähnlich wie bei der Verwendung fertiger Nudelplatten.

Zuerst habe ich den Nudelteig hergestellt, denn der muss mindestens 30 Minuten, besser eine Stunde im Kühlschrank ruhen, damit er geschmeidig wird und den Käse gerieben.

Als nächstes war die Bolognese an der Reihe. Zum Schluss, erst kurz vor bevor alles in die Form geschichtet wird, habe ich die Bechamelsauce hergestellt. Kühlt sie ab, wird sie zu dickflüssig. Hier muss das Timing stimmen ….

Als die Lasange in den Ofen wanderte, habe ich noch Salat geputzt und die Salatsauce hergestellt (im Schraubglas verschüttelt, das geht prima und schnell). Wenn ihr die Lasagne für mehrere Personen, zum Beispiel für eine Einladung mit Freunden plant, könnt ihr noch Tomate-Mozzarella als Beilage mit einplanen, dann reicht die Menge der Lasagne auf jeden Fall für 6 Personen.

Da sowohl der Nudelteig als auch die Bolognesesauce für sich alleine ebenfalls ein leckeres Gericht ergeben und die Arbeitsschritte völlig unabhängig von einander sind, habe ich bei der Zutatenliste lediglich auf die entsprechenden Beiträge auf meiner Seite verlinkt.

Lasagne al forno weiterlesen

selbst gemachte Nudelplatten für Lasagne

Nudelteig mit Ei

Hier ist mein Nudelteigrezept für Lasagneplatten. Ihr könnt daraus natürlich auch beispielsweise Tagliatelle zubereiten. Am besten funktioniert die Verarbeitung mit einer Nudelmaschine. Sie muss nicht elektrisch angetrieben werden, erleichtert das Ausrollen des Teiges aber erheblich!

Nudelteig mit Ei weiterlesen

Bolognesesauce

Bolognesesauce mit dem Thermomix

Da ich die Sauce heute für meine Lasage verwendet habe, existiert noch kein Beitragsbild für ein Gericht wie z. B. Spaghetti Bolognese.  Bilder dienen ja immer der Inspiration – so geht es mir zumindest, deshalb werde ich versuchen, möglichst bald ein entsprechendes Beitragsbild mit hochzuladen.

Ich hoffe, ihr bleibt trotdem auf meiner Seite und stöbert einwenig in meinen Rezepten. Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen.

Bolognesesauce mit dem Thermomix weiterlesen

Holunderblüten-Shrup

Heute war ich mit meinen Kräutermädels bei Weißenohe unterwegs auf einer Kräuterexkursion Richtung Lillach-Quelle. Das Wetter hat gut mitgespielt. Wir sind um 13 Uhr in Weißenohe losgelaufen und haben unterwegs das ein oder andere Blümchen oder Kräutlein näher bewundert und bestimmt. Exkursionen dieser Art, machen wir zwei- bis dreimal im Jahr. Wir sind mit Bestimmungsbuch unterwegs und überlegen uns, was man aus dem ein oder anderen essbaren Kräutlein besonderes zaubern könnte. Schwerpunkt sind Heilkräuter, essbare Wildkräuter und deren kulinarischer Einsatz sind aber zunehmend Thema bei unseren Exkursionen.

Es war wirklich ein fast schon traumhaftes Wanderwetter. Warm aber nicht zu heiß, die Sonne hat sich hinter dicken Wolken versteckt somit benötigte keine von uns eine Kopfbedeckung. Warm wurde es uns höchstens, wenn der Weg steil anstieg – mit einem Wort: perfekt.

Auf unserem Weg kamen wir an sehr vielen, noch reichlich mit fetten Blütendolden bestückten Holunderbüschen vorbei. Ich habe dieses Jahr bis jetzt noch keine Holunderblüten gesammelt, denn das Wetter war (zumindest dann, wenn ich Zeit hatte) nicht ideal zum sammeln. Heute war der richtige Zeitpunkt. Die letzten beiden Tage hat es nicht geregnet, die Blüten sind schön ausgebildet. Manche Sträucher waren schon am verblühen. Mir wurde bewusst, dass ich nicht mehr länger auf eine passende Gelegenheit zum Ernten warten durfte. Das Herz jeder Kräuterinteressierten schlägt beim Anblick der üppig bestückten Holunderbüsche mindestens doppelt so schnell wie normal.

Wenn wir unsere Kräuterexkursionen machen, sind wir immer mit Papiertüte, Schere, Handschuhen und Bestimmungsbuch unterwegs. Es versteht sich von selbst, dass jede nur so viel erntet, wie sie selbst verbrauchen kann. Wie gesagt, heute stand Holunder auf dem Programm und es kam die Frage auf, was sich daraus zaubern lässt, als nur Holunderblüten-Sirup oder Blüten in Bierteig ausgebacken. Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte das Gaumenerlebnis nicht schmälern. Holunderblüten in Bierteig ausgebacken mit einem Hauch Puderzucker drüber und einer Kugel Vanilleeis … leeeecker!!! Aber eben nix besonderes mehr. In nahezu jeder Zeitschrift kann man nachlesen, wie man das zubereitet.

Shrup ist das Zauberwort. Shrup ist ein Sirup, der statt mit Wasser mit Essig angesetzt wird. Klingt vielleicht befremdlich, schmeckt aber wirklich sehr lecker und, wie ich finde, aufgrund des hohen Säuregehalts noch viel intensiver dabei aber weniger süß als Sirup. Verwenden kann man Shrup eigentlich genau wie Sirup – beispielsweise in Mineralwasser oder als Hugo mit Prosecco.

Probiert es doch einfach mal aus. Ich werde meinen Post aktualisieren, sobald der Shrup fertig ist – also in 8 Tagen. Heute habe ich ihn erst einmal angesetzt wie folgt:

Holunderblüten-Shrup weiterlesen

Salat mit Wildkräutern und Blüten

Salat mit Wildkräutern und Frühlingsblüten

Im Frühjahr und Frühsommer, wenn die Kräuter spriesen, freue ich mich, beim Spazierengehen am Wochenende Wildkräuter für unseren Salat zu sammeln. Jetzt sind sie am zartesten. Ihr Aroma macht süchtig. Einmal grünen Salat mit Wildkräutern aufgepeppt gegessen, schmeckt jeder „normal“ angemachte Salat langweilig.

Letzes Wochenende – das Wetter läd im Moment ja nicht gerade zu Draußenaktivitäten ein – dachte ich mir, ich spare mir das Sammeln der Kräutlein … es geht auch ohne – ging es früher doch auf jeden Fall. Mit „früher“ meine ich die Zeit, bevor ich die Kräuter entdeckt habe. Der Salat schmeckte fad und ich machte mich auf, wenigstens ein paar Kräuter zu pflücken.

Wir wohnen nicht auf dem Land und kommen aus der Stadt. Ein naturnahes Leben ist weder mir, noch meinem Mann anerzogen worden. Für den ein oder anderen mag das Kochen mit Kräutern – und ich meine nicht Petersilie und die Kräutermischung „Kräuter der Provence“ – von klein auf selbstverständlich gewesen sein. Für uns mit nichten!

Aber: Wie schnell gewinnt man Gefallen am Sammeln und Verwenden der Kräuter. Wie interessant ist es, sich mit ihnen zu beschäftigen. Eigentlich braucht es kein anderes Hobby mehr, so vielfältig ist das Thema. Kräuter in der Küche zum einen – Kräuter als Krankheitsvorbeugung oder unterstützend zur Heilung bei vielerlei Krankheiten zum anderen.

Ich schweife ab. Eigentlich wollte ich nur erzählen, wie lecker man doch einen simplen grünen Salat aufpimpen kann.

Lest selbst und – probiert es auf jeden Fall einmal aus!

Eines möchte ich aber ans Herz legen:
Wer sich mit Wildkräutern überhaupt noch nicht beschäfigt hat, aber gerne beim nächsten Spaziergang für den eigenen Salat das eine oder andere Kräutlein sammeln möchte, dem rate ich, sich vorab fachkundig beraten zu lassen, am besten bei einer Wildkräuterführung. Nicht alles, was da draußen so wächst kann man essen. Es gibt durchaus giftige Pflänzchen, die man ohne geschultes Auge mit den essbaren verwechseln kann. Das ist bei Kräutern nicht anders als bei Pilzen ….

Salat mit Wildkräutern und Frühlingsblüten weiterlesen