Archiv der Kategorie: Kochen

Aprikosen-Crostata

Mein Mann und ich wollen dieses Jahr unseren Sommerurlaub noch einmal am Gardasee verbringen. Heute wird gebucht 🙂

Um unsere Vorfreude noch zu steigern und uns langsam auf Italien einzustimmen,  wollte ich heute zum Kaffeetrinken ein klassisches, italienisches Kuchenrezept ausprobieren: eine Aprikosen-Crostata.

Ich habe die Crostata mit einem selbstgemachten Aprikosen-Kompott gemacht, nicht mit Aprikosenkonfitüre. Sie schmeckt so noch viel fruchtiger und man kann unglaublich viel Zucker sparen.

Weil wir heute nur zu zweit Kaffee trinken, genügte uns ein kleiner Kuchen. Ich habe das Rezept halbiert und die Crostata in einer 18 cm Springform gebacken. Das Rezept dazu könnt ihr im Folgenden nachlesen und nachbacken. Falls ihr das Rezept in einer 26 cm Springform oder entsprechender Tarteform backen wollt, müsst ihr einfach alle Mengen verdoppeln:


Für eine Springform mit 28 cm Durchmesser benötigst du folgende Zutaten:

für den Teig:
abgeriebene Schale von einer 1/2 Bio-Zitrone (ca. 1 gehäufter TL)
160 g Dinkelvollkornmehl
1/4 TL Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
65 g Rohrohrzucker
1/2 Ei (25 g)*
75 g Butter

für den Belag:
Aprikosen-Kompott
– du kannst aber auch zum Beispiel Aprikosenmarmelade verwenden

außerdem
Springform mit Backpapier ausgelegt
Teigrolle
Teigrädchen mit Wellenmesser
Lineal

Zubereitung (mit dem Thermomix):

1)
Vorbereitungen
a) Lege deine Springform mit Backpapier aus. Schneide das überstehende Papier zurecht.
b) Heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.
c) Lege dir alle Arbeitsgeräte zurecht.
d) Reibe die Schale der Zitrone ab.
e) Wiege ein halbes Ei ab.*
Natürlich kannst du das Rezept auch ohne Thermomix herstellen. Die Zubereitung habe ich unten in kurzen Worten aufgeschrieben. Lies in diesem Fall unten im Kasten weiter.
2)
Nun stellst du den Mürbteig her:
Wiege alle Teigzutaten in den Mixtopf ein (die Zitronenschale nicht vergessen) und verarbeite sie zu einem Mürbeteig (30 Sekunden, Stufe 3). Es entsteht ein krümeliger Teig, den du auf die Arbeitsfläche schüttest.
3)
Fertigstellen der Crostata:
2/3 des Teiges verteilst du nun in der Springform und drückst den Teig fest. Vergiss den Rand für den Kuchen nicht mit zu formen, er sollte ca. 1 cm hoch werden. Nimm eventuell die Teigrolle zu Hilfe. Verteile anschließend das Aprikosen-Kompott auf dem Teig.
Rolle den restlichen Teig zwischen Frischhaltefolie aus, so klebt er nicht auf der Arbeitsfläche fest und du kannst die Streifen für die Verzierung besser von der Arbeitsfläche lösen. Nach dem Ausrollen der Teigplatte schneide für die Garnitur ca. 0,5 – 1 cm dicke Teigstreifen mit Hilfe des Teigrädchens und einem Lineal.
Lege die Streifen gitterförmig auf das Aprikosen-Kompott.
4)
Backen:
Wenn der Ofen aufgeheizt ist, stelle den Kuchen auf die mittlere Einschubschiene. Bei 18 cm Durchmesser der Backform genügen 30 Minuten Backzeit. 26 cm Durchmesser benötigen ungefähr 35 Minuten. Natürlich hängt die tatsächliche Backdauer von der Leistung deines Ofens ab, den kennst du ja besser als ich. Die Zeitangaben sind immer als Richtwert zu sehen.
5)
Nimm die Backform aus dem Ofen und lasse die Crostata nun auskühlen.

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*Tipp: Mit dem nicht verwendeten halben Ei kannst du die Gitter-Teigstreifen bestreichen. Sie färben sich beim Backen dann ein wenig dunkler ein.

Anleitung ohne Thermomix in Kürze:
Für den Mürbteig Mehl, Backpulver, Zucker, Zitroenschalenabrieb und 1 Prise Salz in einer Schüssel vermischen. Butter ca. 1 cm groß würfeln und zugeben. Ei ebenfalls zufügen und alles mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten, evtl. etwas kaltes Wasser zugeben. Weiter wie oben ab Punkt 3 beschrieben.

Das Rezept habe ich übrigens aus der aktuellen Köstlich Vegetarisch, Nr. 4 Juli/August 2018.

Gänseblümchen-Honig

Auf Facebook habe ich es euch schon angekündigt. Letztes Wochenende habe ich in unserem Garten zwei Hände voll Gänseblümchen gesammelt und daraus einen leckeren Gänseblümchen-Honig gekocht. Der Honig schmeckt sehr lecker und kann wie „normaler“ Honig verwendet werden. Je nachdem wie lange ihr den Honig einkocht, variiert seine Konsistenz von flüssig bis zähflüssig – ganz wie ihr es euch wünscht.

Probiert es selbst einmal aus:

Für 3 Gläser à 150 ml benötigt ihr:

2 Hände voll (ca. 58 g) Gänseblümchen
1 l Wasser
am nächsten Tag:
500 g Rohrohrzucker
Saft 1 Bio-Zitrone

 

außerdem
3 Schraubgläser mit 150 ml Inhalt

Zubereitung

Am ersten Tag musst du die Gänseblümchen mit 1 l Wasser kurz aufkochen. Lass den Sud mit den Gänseblümchen abkühlen und über Nacht (mind. 12 Std. max. 24 Std.) ziehen.
Am nächsten Tag musst du den Sud abseihen. Entweder nimmst du ein sehr feinmaschiges Sieb oder du filterst den Sud durch ein Baumwolltuch ab.
Von dem gewonnen Sud misst du dann 500 ml ab und schüttest ihn zurück in den Topf. Dann wiegst du 500 g Rohrohrzucker ab und entsaftest eine Bio-Zitrone. Beides gib mit in den Topf und bringe alles zum Kochen. Während diesem Kochvorgang solltest du öfter einmal umrühren, damit sich der Zucker auflöst. Wenn der Sud zu kochen beginnt, reduziere die Hitze, leg einen Deckel auf den Topf und lass den Sud vor sich hin köcheln, er sollte nicht überkochen. Die Einstellung des Herdes richtet sich sehr nach dem verwendeten Topf, je nachdem, wie gut er Wärme leitet und speichert, genügt weniger Hitze …. Lasse den Sud so lange köcheln, bis er sich mindestens auf die Hälfte reduziert hat. Das dauert ca. 2,5 Stunden. Wenn der Honig noch nicht zähflüssig genug ist, kannst du ihn noch weiter einkochen.
In der Zwischenzeit kannst du die Gläser sterilisieren.
Wenn der Honig fertig ist, musst du ihn nur noch in die Gläser abfüllen und noch heiß verschließen.
weißen Spargel im Ofen kochen

Spargel im Ofen kochen

Endlich gibt es wieder Spargel aus Franken. Ich liebe Spargel, deshalb schaffe ich kaum Rezepte auszuprobieren – ich nasche häufig schon gleich nach dem Kochen einige Stangen. Die ein oder andere Stange schafft es sogar nicht einmal in den Topf, bzw. die Auflaufform, sondern wird von mir schon während des Schälens roh verspeist.
Das ist der Grund, warum ich – selbst nur für mich alleine – Spargel gleich immer in größeren Mengen einkaufe.
Eine unaufwändige und gelingsichere Methode größere Mengen Spargel zu kochen ist im Ofen. Diese Methode Spargel zu kochen habe ich von meiner Mutter. Lieben Dank für den Tip Mama 🙂
Probiert es selbst einmal aus:

Für 1,5 kg Spargel benötigt ihr:

1,5 kg daumendicker weißer Spargel – geschält
ca. 1 TL Salz
ca. 1 TL Zucker
Saft 1/2 Zitrone

 

außerdem
eine ausreichend große Auflaufform mit Deckel

Zubereitung

vorweg

Spargel schälen. Die Spargelschalen könnt ihr separat auskochen und zum Beispiel zu Spargelcremesuppe weiterverarbeiten.

Spargel im Ofen kochen

  1. Lege den Spargel in eine große Auflaufform und bedecke ihn mit kaltem Wasser. Gib Salz, Zucker und Zitronensaft gleich mit dazu.
  2. Den Spargel kannst du in den kalten Ofen stellen. Je nah Höhe der Auflauf Form auf die mittlere oder die zweite Schiene von unten.
  3. Dann stellst du den Ofen ein: 225 °C
  4. Nach 20 Minuten solltest du nachsehen, ob das Wasser zu sieden begonnen hat. Eventuell musst du noch ein paar Minuten zugeben. Wenn das Wasser siedet, stelle die Zeitschaltuhr noch einmal 10 Minuten ein und schalte dann den Ofen aus.
  5. Den Spargel kannst du nun im ausgeschalteten Ofen herunterkühlen lassen und dann weiterverwenden.
Spargelsalat
  1. Der Spargel benötigt nur noch wenig Salz. Auch mit dem Zitronensaft oder Essig kannst du sparsam umgehen. Ich verwende am liebsten Zitronensaft oder einen milden Apfelessig für meinen Spargelsalat. Der Sud soll den Geschmack des Spargels unterstreichen und nicht übertönen! Du kannst den Spargelsalat schon vormittags zubereiten, wenn du ihn erst zum Abendessen servieren möchtest. Der Spargel sollte aber mindestens eine Stunde durchziegen.
  2. Kurz vor dem Servierengib noch etwas Salatöl über den Spargel. Ich verwende gerne Rapsöl, mag aber auch den nussigen Geschmack von kaltgepresstem Sonnenblumenkernöl.
  3. Falls du frischen Schnittlauch zur Hand hast, kannst du den Spargelsalat mit fein geschnittenen Spargelröllchen hübsch garnieren.
Bei daumendickem Spargel ist der Spargel nach dieser Zeit noch bissfest. Wer den Spargel weicher mag, schaltet den Ofen entsprechend später aus. Nach dem ausschalten des Ofens gart der Spargel nur noch geringfügig nach.
Bacon Jam mit dem Thermomix zubereitet

Bacon Jam

Es ist schon eine ganze Weile her, als ich Bacon Jam zum ersten mal gegessen habe. Es war nach einem Thermomix Erlebniskochen. Die Gastgeberin, die Schwester meiner Freundin, stellte uns nach der Vorführung einige Dips und Baguette zum probieren auf den Tisch. Die Dips waren natürlich alle mit dem Thermomix gemacht.  An dieser Stelle möchte ich Danke sagen: Danke Gabi, dass du mich auf diese Köstlichkeit aufmerksam gemacht hast. Das unten stehende Rezept ist eine Kombination aus einer Hand voll verschiedener Internetseiten.

Ich weiß gar nicht, warum ich nicht sofort alle Zutaten eingekauft und ein paar Gläser für uns eingekocht habe. Egal. Heute war anscheinend der richtige Zeitpunkt. Bacon haben wir so gut wie immer im Kühlschrank – zumindest am Wochenende – denn unsere Tochter isst unheimlich gerne Rührei mit kross gebratenem Bacon zum Frühstück. Der Hunger schien dieses Wochenende nicht ganz so groß, so lagen heute morgen noch drei unverspeiste Packungen im Kühlschrank. Jetzt konnte ich nicht mehr anders. Ich suchte alle Zutaten zusammen und los ging es ….

Halt – welche Verarbeitungsvariante wollte ich eigentlich ausprobieren? A) ohne Thermomix – B) mit Thermomix und Bacon separat in einer Pfanne auslassen – C) komplett nur im Thermomix? Ich habe mich für Variante C) entschieden (welch eine Überraschung). Wenn das nicht schmeckt, werde ich den zusätzlichen Arbeitsschritt – Bacon separat kross braten – versuchen.

Gute Nachricht: Variante C schmeckt auf jeden Fall schon mal sensationell. Ich weiß nicht, ob Variante B besser schmeckt …. ich weiß aber auch nicht, ob ich das überhaupt ausprobieren muss.

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Kartoffelsalat-mit-Avocado-600-270

Kartoffelsalat mit Avocado und Hähnchenspießen

Ich sehe mir sehr gerne die Sendung „Kochen mit Martina & Moritz“ an. Ja, ich weiß, es sind Wiederholungen aus vergangenen Jahren – trotzdem sehr inspirierend und meistens handelt es sich um sehr bodenständige  Rezepte.

Die Sendung über verschiedene Kartoffelsalate fand ich so genial, dass ich für Heilig Abend zu unserem Familienessen vorgeschlagen habe, ein Kartoffelsalat-Buffet auszurichten – mit den verschiedensten Beilagen. Das hat sowohl bei meiner Mutter, als auch meiner Schwester großen Anklang gefunden. So kam es, dass jede von uns zwei unterschiedliche Kartoffelsalate zu unserem weihnachtlichen Buffet beigesteuert hat.

Jetzt werdet ihr denken, was redet die denn noch von Weihnachten …. und ihr habt natürlich recht! Ich hatte alle Kartoffelsalate schön angerichtet auf einem Teller fotografiert und hatte mich schon gefreut, all die leckeren Rezepte hier zu posten.

Erschrocken musste ich nun feststellen, dass ich die Bilder gelöscht habe 🙁 – gelöscht!!! Welch ein Horror. Ich war untröstlich …

Das Gute daran ist, jeder Kartoffelsalat hat für sich wirklich so lecker geschmeckt, dass sie alle nach einer Wiederholung schreien. So werde ich nun nach und nach die Salate noch einmal nach kochen, fotografieren und hier posten. Anfangen möchte ich mit der für mich ungewöhnlichsten Variante mit Avocado. Ich liebe Avocado und was soll ich sagen, im Kartoffelsalat statt Öl schmeckt sie prima. Aufgrund der Limette und dem Ingwer erinnert der Geschmack an Asien. Ich überlegte, was gut als Beilage dazu passt und habe mich für Hähnchenspieße entschieden, die ich in Sojasoße mit Knoblauch mariniert habe und mit Kokosblütensirup karamellisierte.

Wirklich lecker, lest selbst …

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